25 Jahre Stadt Sehnde – 40 Jahre IGS – und eine tolle Blaulichtmeile

25 Jahre Stadt Sehnde – 40 Jahre IGS – und eine tolle Blaulichtmeile
Bürgermeister Olaf Kruse feiert mit Otfred Schreek (IGS), Michaela Michalowitz (Region) und Dr. Marco Tripps (NSGB) (v.li.) bei das Stadtjubiläum - Foto: JPH

Zum zweiten Tag der Feier in Sehndes Zentrum hatten sowohl die Stadtverwaltung als auch die IGS wieder eingeladen. Beide hatten ein Jubiläum zu feiern und für die Bürger wurde dazu einiges geboten. Viele hundert Sehnder nutzten die Chance, in der Mittelstraße und auf dem Marktplatz dabeizusein.

Im Beisein der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz und dem Präsidenten des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Tripps, begrüßte der Sehnder Bürgermeister Olaf Kruse um 11 Uhr rund 80 Gäste auf dem Marktplatz der Stadt, darunter die Ehrenbürger mit Gemahlinen Carl Jürgen Lehrke, Heinrich Heineke sowie Bernd Henkel, die Stadtfeuerwehrführung und die Feuerwehrkapellen Evern und Wassel, die gemeinsam den Vormittag musikalisch gestalteten. Besonders erwähnte und dankte das Stadtoberhaupt auch dem Sehnder Stadtfeuerwehrpressesprecher Tim Herrmann, der die Blaulichtmeile organisiert hatte, sowie dem Baubetriebshof und den Mitarbeitern der Stadt.

25 Jahre Stadtjubiläum – eher ungewöhnlich

In seiner Rede zum – ungewöhnlichen – Stadtjubiläum von 25 Jahren beantwortete Kruse zunächst die Frage, was die Stadtrechte den Menschen von Sehnde brachten. „Die Politik hatte das Ziel, mit der Änderung ‚Gemeinde-Stadt‘ ein neues Image und eine neue Identität für Sehnde und für eine positive Stadtentwicklung zu schaffen. Und das mit Erfolg!“, sagte er. „Seit 1998 wächst die Bevölkerung kontinuierlich. Zuletzt  verzeichnete Sehnde 2021 das größte Bevölkerungswachstum in der Region Hannover. Insgesamt ist die Zahl der Einwohner von 1997 bis 2022 von zirka 19.000 auf rund 24.700 gewachsen.“ Außerdem kompensierte die Stadt den Wegfall der Arbeits- und Industrieplätze von K+S, der Keramischen Hütte und der Zuckerfabrik mit Erfolg. Danach setzte er in einer Kurzform zu einem Rundflug über die 15 Ortsteile an und blickte dort auf eine Auswahl von Schwerpunkten, die sich seit 1997 ergeben haben. Und endete dann mit dem Kaliberg in Sehnde, auf dem man 2003 das erste Bergfest der Region feierte, und dem neuen Zentrum, das in der Sehnder Mitte entstehen soll.

Grüße der Region und des Städte- und Gemeindebundes

Auf der Blaulichtmeile gab es viele Spiele für die Kinder – Foto: JPH

Michaela Michalowitz überbrachte die Jubiläumsgrüße der Regionsführung an die, trotz 15 Ortsteilen, „kleinere Stadt in der Region“. Sie ordnete die Stadt in die Entstehung der Region ein und betonte, dass die Entwicklung von Sehnde kein Selbstläufer war und hob die Freizeitangebote hervor, die mit Vereinen, Kultur und Natur den Menschen in Sehnde geboten werde. Mit all der vorhandenen und geplanten Entwicklung ist Sehnde, so Michalowitz, für die Zukunft gut aufgestellt.

Dr. Marco Tripps, für den der Besuch als Rethmarer und gebürtiger Sehnder ein „Heimspiel“ war, gratulierte im Namen des Städte- und Gemeindebundes. „Als alter Sehnder sagt man immer noch, dass man in die Stadt fährt, wenn man Hannover meint, und ins Dorf, wenn man nach Sehnde kommt“, blickte er auf alte Traditionen zurück. Nach 25 Jahren guter Entwicklung müsse man sich aber heute neuen Aufgaben stellen: Krieg, Flüchtlinge, Wohnraumknappheit und Energieproblemen. Und dabei gleichzeitig alte Probleme lösen, wie Kita-Plätze, Ganztagsschulen und Bürokratie. Dazu, so sein Rat, sollten Sehndes Politiker „zusammen klug entscheiden, Neues wagen und Aufgaben mutig angehen.“

Jubiläum der IGS

Die Gründungsurkunde der IGS zeigte Otfred Schreek – Foto: JPH

Im Anschluss sprach dann Otfred Schreek, seit elf Jahren 1. Vorsitzender der Interessegemeinschaft der Sehnder Kaufleute, IGS. Er schaute auf die Entstehung der Gemeinschaft vor 40 Jahren, erinnerte an den Start im Jahr 1983 mit 60 Teilnehmern. „Wir müssen etwas tun“, war die Intention, die hinter der Gründung steckte. Heute umfasst der Verein 107 Mitglieder, hat sich für Privatpersonen geöffnet und veranstaltet Feste wie „Sehnde Very British“ am Tag zuvor. Abschließend wünschte er sowohl der Stadt weiterhin viel Glück als auch den Gästen ein gutes Fest.

Blaulichtmeile öffnet

Feuerwehr im Wandel der Zeit: Klein Lobke präsentiert die Ausstellung – Foto: JPH

Danach spielten die Kapellen der Feuerwehren zum gemütlichen Beisammensein auf dem Marktplatz auf, wo sowohl das Coffee Bike von Cay Wübbeler als auch der Grill- und Bierstand der IGS die Besucher bestens versorgten. Dazu lief die von der Stadtfeuerwehr aufgebaute Blaulichtmeile an, die neben der Ausstellung fast aller Feuerwehrfahrzeug der Stadt auch vieles für Kinder vorbereitet hatte. „Es ist schön, dass wir mal komplett hier auffahren können“, sagte Stadtbrandmeister Jochen Köpfer. „Dann sehen die Bürger einmal, wo ihre Steuergelder hingehen und wie wir sie schützen können. Das Interesse besteht, beweist die große Anzahl der Besucher bereits heute Mittag.“ Die Kinder erfreuten sich an Quiz – etwas zögerlich -, Geschicklichkeitsarbeiten mit Schere und Spreizer bis hin zur „Feuerwehr im Wandel der Zeit“ der Ortsfeuerwehr Klein Lobke – mit dem ältesten aktiven Fahrzeug der Stadt und historischen Uniformen.

Öffentliche Ehrungen

Karsten Isler, Thomas Grun, Jürgen Dauter und Diethelm Huch (v.li.) wurden besonders geehrt – Foto: JPH

Um 13 Uhr bat dann der Bürgermeister noch einmal die Besucher auf den Marktplatz. Hier gab es für vier Feuerwehrangehörige eine besondere Ehrung – erstmals öffentlich. So wurden Jürgen Dauter (Sehnde), Thomas Grun (Müllingen-Wirringen) und Karsten Isler (Dolgen) zu Ehrenortsbrandmeistern ihrer Ortsfeuerwehren ernannt. Diethelm Huch aus Rethmar erhielt aus der Hand des Bürgermeisters sogar die Ernennung zum Ehrenstadtbrandmeister – er war von August 1995 bis April 2013 als stellvertretender Stadtbrandmeister aktiv. Diese Möglichkeiten der Auszeichnung hatte erst vor kurzem ein Ratsbeschluss eröffnet, um die herausragende Tätigkeit von Feuerwehrangehörigen im Dienste für die Gemeinschaft entsprechend zu honorieren.

Musikalische Kaffeezeit

Das TVE Blasorchester begeisterte die Besucher einmal mehr – Foto: JPH

Ab 14 Uhr erfreute dann die herausragende Darbietung des TVE Blasorchesters mit Film- und Rockmusik, sowie Swing bis hin zum Lied „Glück Auf, der Steiger kommt“ als Abschluss für eine Stunde die Gäste, die nach der „Mittagspause“ noch zahlreicher in die Blaulichtmeile und auf den Festplatz kamen, um mit ihrer Stadt das Jubiläum zu feiern.

Im Rückblick vermerkt der Chronist ein rundum gelungenes zweitägiges Fest im Herzen der Stadt – Pech, wer dabei gefehlt hat.

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