Rote Laterne für Lehrte beim BuT

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Nichts geändert hat sich 2019: Wie in den Jahren zuvor geht die rote Laterne beim Ranking der Inanspruchnahmen einzelner Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT) in der Region Hannover wieder an die Stadt Lehrte. „Mir ist es immer noch ein Rätsel, warum die Verteilung der Mittel weiterhin so schleppend vorangeht und nicht alle anspruchsberechtigten Kinder davon profitieren können“, rätselt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion und Lehrter Abgeordnete Bernward Schlossarek.

Bernward Schlossarek will Chancengleichheit durch das BuT fördern – Foto: CDU

„Das ist kein neues Phänomen in Lehrte. Wir beobachten dies seit dem Jahr 2014 genau und können sagen, dass Lehrte regionsweit die wenigsten Gelder aus dem BuT-Paket abgerufen hat. Das geht auch aus einer Anfrage zum Thema ‚Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket in der Stadt Lehrte 2018-2019‘ hervor“, sagt Schlossarek. „Alle Kinder und Jugendlichen haben ein Anrecht auf Chancengleichheit. Dazu gehört auch, dass sie an verschiedenen schulischen und außerschulischen Aktivitäten teilnehmen können. Das war die Idee, als das Bildungs- und Teilhabepaket eingeführt wurde“, so Schlossarek weiter.

In der Stadt Lehrte wurden seinen Angaben zufolge nur rund 38 Prozent (2019) der Mittel abgerufen, während der durchschnittliche Abruf im Regionsgebiet bei über 43 Prozent liegt. „Dies ist kein neues Thema, und aus diesem Grund habe ich, wie jedes Jahr, in der Regionsverwaltung nachgefragt, ob die Stadt Lehrte genug getan hat, um die Quote der Inanspruchnahmen zu steigern. Leider kann diese Frage auch für die Jahre 2018 und 2019 verneint werden“, erklärt der Regionsabgeordnete. Eine zu geringe Abrufquote besagt, dass das Geld und die Leistungen bei vielen Kindern und Jugendlichen, die einen Anspruch haben, einfach nicht ankommen. „Das ist sehr deprimierend, da das BuT-Paket viele Möglichkeiten bietet, um Kindern und Jugendlichen aus Familien mit schwachen Einkommen zu unterstützen. So können die Gelder bei Klassenfahrten, Mitgliedschaften in Sportvereinen, bei der Mittagsverpflegung oder in Musikschulen helfen“, ruft Schlossarek zu besserer Nutzung auf.

Das BuT-Paket mehr nutzen – Foto: JPH

Der letzte Platz beim Ranking der Inanspruchnahmen zeigt, dass sich Lehrte bei der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets weiter verbessern muss. „Allerdings ist anzuerkennen, dass es im Jahr 2018 bei der Inanspruchnahme der Leistungen in der Altersgruppe der 6- bis 15-Jährigen sogar ein positives Ergebnis erzielt wurde.“ Für den Lehrter Schlossarek ist das Abschneiden der Stadt Lehrte verbesserungsbedürftig. „Ich erwarte von der Regionsverwaltung und den Verantwortlichen im Bereich der Stadt Lehrte eine Intensivierung der Werbungsmaßnahmen für die BuT-Leistungen. Dazu gehört auch die Ursachenforschung für diesen Misserfolg. Alles muss auf den Prüfstand. Ziel muss es sein, dass die Gelder bei den bedürftigen Kindern und Jugendlichen ankommen.“  Für Schlossarek ist eins klar: Alle Kinder aus einkommensschwachen Familien müssen gute Bildungs- und Teilhabechancen erhalten. Das kann nur gelingen, wenn alle Kinder das Bildungspaket bekommen.

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