aha und BDE warnen vor falscher Batterieentsorgung

aha und BDE warnen vor falscher Batterieentsorgung
Verbrannte Li-Akkus und die Warnaufkleber der Info-Kampagne - Foto: aha

In der Region Hannover warnen aha und der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser-, und Kreislaufwirtschaft (BDE) gemeinsam vor der falschen Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkus und Batterien. Dafür ist der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) der Kampagne „Keine Akkus einwerfen“ des BDE beigetreten.

An diesem Dienstag, 24.01.2023, haben aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz und BDE- Präsident Peter Kurth gemeinsam die Aktion in Hannover vorgestellt und dabei auch mahnende Beispiele der Folgen falsch entsorgter Batterien und Akkus präsentiert.

Zum Informationspaket über die Batteriegefahren gehören auch Aufkleber, die als Hinweise auf Restmülltonnen vor dem falschen Einwurf warnen sollen. Seit dem Herbst wurden in Stadt und Umland der Region Hannover mehr als 250.000 Warnsticker auf Restmülltonnen angebracht; aus gutem Grund, denn fast täglich ereignen sich deutschlandweit Brandfälle durch falsch entsorgte Akkus und Batterien.

Li-Akku-Einsatz nimmt zu

Lithium-Ionen-Akkus gehören seit Jahren zum Alltag: im Jahr 2019 kamen rund 12.700 Tonnen dieser Kraftpakete in Geräten wie Handys, Laptops, E-Bikes in den Umlauf, Tendenz weiter stark steigend. Viele Verbraucher wissen jedoch nicht, dass jede dieser Batterien durch Beschädigung zum gefährlichen Brandauslöser werden kann. Ein Lithium-Ionen-Akku läuft, anders als etwa eine Alkali-Batterie, bei einer Beschädigung nicht einfach aus, sondern kann eine enorme Hitze verbreiten. Versuche haben gezeigt, dass auch speziell abgeschirmte Akkus dabei Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius entwickeln können.

Besondere Beachtung für Li-Akkus

Um dies zu verhindern, müssen diese Geräte nach ihrem Gebrauch in Batteriesammelbehältern im Einzelhandel oder auf Wertstoffhöfen mit abgeklebten Polen gesondert gesammelt und anschließend speziell behandelt werden.

In der Praxis stellt sich die Situation jedoch anders dar. Da landen Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus oftmals aus Unachtsamkeit oder Unwissen zur Entsorgung in der Restabfalltonne. Die unsachgemäße Entsorgung bringt die Beschäftigten von Entsorgungsbetrieben in Gefahr und verhindert außerdem, dass die in den Batterien enthaltenen Materialien recycelt werden können.

aha nimmt Gerätebatterien, zum Beispiel aus Taschenlampen, Uhren und Radios, an. Bis zu 30 Kilogramm an gefährlichen Abfällen können die Kunden täglich kostenlos auf den Wertstoffhöfen der Region Hannover oder der Deponie Hannover im Sonderabfallzwischenlager abgeben.

Warnkampagne angelaufen

BDE-Präsident Peter Kurth begrüßt, dass aha nun Partner in Sachen Warnung, Aufklärung und Information rund um die Batterieentsorgung ist.: „Ich freue mich sehr, dass aha mit uns zusammen unsere Batteriekampagne bestreitet. Seit Jahren weisen wir auf die buchstäbliche Sprengkraft hin, die Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus bei falscher Entsorgung entfalten können.“

Auch E-Zigaretten betroffen

In diesem Zusammenhang mahnte Kurth auch ein Verbot der immer stärker auf den Markt drängenden Einweg-E-Zigaretten an, in denen ebenfalls Lithium–Ionen–Akkus eingebaut sind: „Auch Einweg-E-Zigaretten werden mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Landen diese fälschlicherweise im Restmüll oder in der Papiertonne, haben wir dieselben dramatischen Folgen. Die steigenden Absatzzahlen bei Wegwerf-Elektrozigaretten verschärfen die ohnehin schon bestehende Brandgefahr in unverantwortlicher Weise.“

Die Kampagne des BDE ist im Juli 2020 an den Start gegangen. Bis heute wurden in Deutschland und Österreich weit mehr als eine Million Warnaufkleber auf Abfalltonnen und Behältern angebracht. Mehr Informationen gibt’s im Internet.

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