Sehnder Grüne auf Ortsbesuch in Kläranlage 

Sehnder Grüne auf Ortsbesuch in Kläranlage 
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Dass ein Klärwerk auch bei großer Hitze nicht unbedingt stinkt, hat eine Delegation der Sehnder Grünen am eigenen Leib erfahren, als sie sich die Abwasserreinigung der Stadt Sehnde erklären ließen. Klärmeister Ron Breitenherdt führte die Grünen-Mitglieder am Mittwoch, 19. Juli, rund zwei Stunden über das Gelände der Stadtwerke Sehnde am Borsigring. Dabei beantwortete er sehr informativ und kurzweilig Fragen rund um die Themen Abwasseraufbereitung, Klärschlamm und Energiesparen.

Reservepotential vorhanden

Bei fast 40 Grad im Schatten fiel die Geruchsbelastung auf dem Gelände überraschend gering aus. Lediglich am Einlassbecken rümpften einige Teilnehmer die Nase. „Ein Klärwerk darf nicht stinken, außer am Anfang”, sagt Breitenherdt dazu und lacht. „Sonst wäre etwas nicht in Ordnung.” Das Sehnder Klärwerk bietet Potenzial für bis zu 35.000 Haushalte, wäre also auch einer zukünftigen Erweiterung der Stadt Sehnde mit aktuell fast 25.000 Einwohnern gewachsen. 

Grünen-Vorsitzender Jan Pfalzer dankte den Mitarbeitern der Stadtwerke für Ihre Tätigkeit: „Sie kümmern sich jeden Tag sehr professionell um unser Schmutz- und Niederschlagswasser. Eine nicht immer leichte Aufgabe, wie wir auch bei diesen Temperaturen sehen.”  

Ganz weit nach oben

„Höhepunkt” des Besuchs war der Aufstieg auf den 18-Meter hohen Faulturm, von wo aus sich ein herrliches Panorama auf Kaliberg und die verschiedenen Klärbecken bot.  In der Kläranlage selbst ist noch Luft nach oben, um zukünftig beispielsweise Mikroplastik und Pharmarückstände auch herauszufiltern. „Eine Aufgabe für die Politik”, sagte die Grünen-Co-Vorsitzende Anne-Cécile Blanc. Ein Einbau entsprechender Aktivkohlefilter käme die Stadtkasse wohl recht teuer zu stehen – das Gelände müsste zudem baulich erweitert werden. Derzeit wird das geklärte Wasser noch ohne Mikroplastikfilter vollständig in den angrenzenden Billerbach abgeleitet.  

Umweltthemen abklären

Der Besuch im Klärwerk ist bereits der zweite einer geplanten Reihe von Ortsbesichtigungen, um Chancen der Sehnder Stadtentwicklung hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz zu erörtern. Ende April hatte die Grünen-Fraktion dazu bereits das Holcim-Werk Höver besichtigt und sich über die Zementproduktion informiert.  

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