Erster Kinder- und Jugendbeirat in Sehnde gewählt: fünf junge Menschen legen los

Erster Kinder- und Jugendbeirat in Sehnde gewählt: fünf junge Menschen legen los
DIe Kandidaten Tom Ohnesorg (1), Amelie Soehle (2), Ole Petersen (3), Juliana Werner (4) und Lara Reinsch (5) ziehen in den Beirat ein - Foto: JPH/Stadt Sehnde

Eine Wahl haben die Jugendlichen in Sehnde hinter sich, altermäßig sicher die erste „politische“ ihres jungen Lebens. Fünf Kandidaten traten für den ersten Jugendbeirat der Stadt an und jeder konnte Stimmen auf sich vereinigen. Die erste Sitzung der zweijährigen Amtszeit war auch gleich für Donnerstag terminiert.

Vor der Wahl hatten Juliane Gorka und Saskia Bartels-Wehrhahn von der Stadtverwaltung Sehnde aus dem KiJu-Treff ordentlich in der LGS die Werbetrommel für die neue Einrichtung der Stadt Sehnde gerührt und Kandidaten für die Wahl zum Beirat der Kinder und Jugendlichen gewonnen (SN berichtete). „Dabei war es uns wichtig, möglichst viele Altersgruppen bei der Vertretung zu berücksichtigen“, sagte Gorka bei der Vorstellung des Wahlergebnisses am Donnerstag, 03.11.2022. „Es sollen schließlich alle vertreten werden.“  Dabei ist die Amtszeit von zwei Jahren ein Kompromiss, denn nur diese Zeit ist in dem Alter der Jugendvertreter überschaubar, denn die Altersgruppe reicht vom zwölften bis zum 18. Lebensjahr – Zeit, in der sich viel entscheidet.

Wahl nur in Sehnde möglich        

1488 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren waren wahlberechtigt und konnten bis zu drei Stimmen vergeben. 243 davon haben den neuen Jugendbeirat aktiv gewählt. Durchschnittlich 2,7 Kreuze wurden auf den Wahlzetteln abgegeben. Die Stimmabgabe war im Rathaus, in der KGS und im KiJu-Treff möglich, die Ortsteile hatten keine „Wahllokale“.

Luft nach oben

Alle fünf Kandidaten zogen in den Beirat ein und vertreten ihre Wählergruppe – Grafik: Stadtverwaltung Sehnde

Bei der Wahlbeteiligung sehen Gorka und Bartels-Wehrhahn, die die Arbeit des Kinder- und Jugendbeirat, amtlich abgekürzt KiJuBe, auch weiter unterstützen werden, allerdings noch Luft nach oben: „Mit einer erstmaligen Wahlbeteiligung von 16,33 Prozent können wir durchaus zufrieden sein. Es zeigt, dass die jungen Menschen Interesse daran haben, dass Ihre Anliegen vertreten werden. Es ist ein erster Vertrauensvorschuss in die Arbeit des KiJuBe. In der Amtszeit liegt es nun an den Beiratsmitgliedern des KiJuBe im Sinne der jungen Menschen sich in kommunalpolitische Prozesse einzubringen.“ Dafür haben sie einen Sitz und Rede- und Antragsrecht in den fünf Fachausschüssen des Stadtrates.

Interessenvertretung nimmt Arbeit auf

Alle fünf Jugendlichen ziehen nun in Sehndes ersten Kinder- und Jugendbeirat ein. Amelie Söhle (13), Juliana Werner (13), Lara Katharina Reinsch (13), Ole Petersen (13) und Tom Ohnesorg (15) werden künftig die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Politik vertreten. Ole Petersen und Amelie Söhle konnten die meisten Stimmen für sich gewinnen. Alle kommen bis auf Tom Ohnesorg aus der KGS und dort aus einer Klasse. Tom geht in Harsum zur Schule.

Die erste Sitzung hat bereits mehrere Tagesordnungspunkte: so die Wahl des Sprecher-Teams und erste Themenschwerpunkte für die nächsten zwei Jahre.

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