Jugendfeuerwehr Rethmar vertritt Sehnde beim Landesentscheid

Jugendfeuerwehr Rethmar vertritt Sehnde beim Landesentscheid
Die zwei Gruppen aus Rethmar mit ihren Betreuern erstmals beim Landesentscheid dabei - Foto: StFw Sehnde
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Der diesjährige Landesentscheid des Bundeswettbewerbs fand am Sonntag, 10. Juli, fand in Emden statt. Insgesamt waren dort 52 Gruppen aus ganz Niedersachsen angetreten, die sich zuvor im jeweiligen Stadt-, Regions- und Bezirksentscheid dafür qualifizieren konnten.

Die Jugendfeuerwehr Rethmar startete mit drei Gruppen beim Stadtentscheid am 30. April und qualifizierte sich mit allen drei Gruppen für den Regionsentscheid am 12. Juni in Ahlten. Dort setzten sich abermals alle drei Gruppen für den Bezirksentscheid am 02. Juli in Stuhr durch und auch dort reichte die Leistung zwei der Gruppen für eine Qualifikation zum Landesentscheid in Emden.

Drei Tage in Emden

Es war das erste Mal, das eine Jugendfeuerwehr aus dem Sehnder Stadtgebiet am Landesentscheid teilnahm, berichtet Stadtjugendfeuerwehrwart Carsten Ude. „Dieser Landesentscheid zog sich über das ganze Wochenende vom 08.bis 10. Juli auf dem Gelände einer Berufsschule in Emden hin“, erzählt der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart aus Rethmar, Nicholas Berndt. Am Freitagnachmittag kamen die Gruppen an und richteten ihre „Camps“ ein. Am Sonnabend stand dann ein Trainingstag auf dem Programm, bei dem die Gruppen zuvor noch einmal gemeinsam üben und letzte Unklarheiten beseitigen konnten. Am Sonntag begann dann nach dem Frühstück der Wettkampf für die besten Gruppen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr. Wie auch schon bei den Entscheiden zuvor, mussten die Gruppen aus Rethmar den A-Teil und B-Teil des Bundeswettbewerbs absolvieren.

Zwei Prüfungsteile zu absolvieren

Beim sogenannten A-Teil mussten die Gruppen gemeinsam einen Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 3 vortragen. Ein simuliertes offenes Gewässer bildete die Wasserentnahmestelle und jeder Trupp hat auf seinem Weg nach vorn zum Feuer ein Hindernis zu überwinden. Dabei handelt es sich um eine Leiterwand für den Angriffstrupp, eine Hürde für den Wassertrupp und ein Kriechtunnel für den Schlauchtrupp. Nachdem alle Leitungen aufgebaut und theoretisch mit Wasser befüllt waren gab der Gruppenführer den Befehl: „Wasser halt. Angriffstrupp und Wassertrupp Knoten und Stiche anlegen.“ Nachdem er den Befehl erteilt hatte, galt es für die jeweiligen Trupps so schnell wie möglich nach vorn zu laufen und dort den eingeübten Knoten auszuführen. Sobald dies abgeschlossen war, wurde die Übung beendet und die Zeit gestoppt.

Ein schulmäßiger Löschangriff ist auszuführen gewesen – Foto: JPH/Archiv

Danach folgte der B-Teil, ein Staffellauf. Hierbei ist eine Strecke von insgesamt 400 Metern mit verschiedenen Stationen zu bewältigen, vier dieser neun Stationen waren dabei eine reine Laufstrecke von 50 Metern. Bei einer Station musste ein 15 Meter langer C-Schlauch so schnell wie möglich aufgerollt und anschließend das Staffelholz an den nächsten Kameraden weitergeben werden. Der musste innerhalb seiner Station einen Schwebebalken überlaufen ohne ihn zu verlassen. Der vierte Läufer nahm bereits zu Beginn des B-Teils auf einer Krankentrage Platz. Neben ihm lagen ein Gürtel, ein Helm und ein Paar Handschuhe, die so schnell wie möglich angezogen werden mussten, um dann das Staffelholz weiterzureichen. Anschließend sollte von zwei Jugendlichen ein weiterer C-Schlauch mit einem C-Mehrzweckstrahlrohr zusammengekuppelt und anschließend mit einem Feuerwehrknoten gesichert werden. Der letzte Läufer hatte die Aufgabe, nach einem kurzen Sprint einen Leinenbeutel zwischen zwei Stangen ins Ziel zu werfen. Der B-Teil wurde nach dem Altersdurchschnitt bewertet: Je jünger die Gruppe, desto mehr Zeit war verfügbar.

Mittelplätze belegt

Gegen 14.30 Uhr standen dann die Platzierungen fest. Die beiden Gruppen der Jugendfeuerwehr Rethmar belegten den 24. und 37. Platz von insgesamt 52 teilnehmenden Gruppen. Die besten zwei Gruppen nehmen nun an den deutschen Meisterschaften teil, darunter auch eine Gruppe aus der Region Hannover: die Jugendfeuerwehr Osterwald Unterende aus der Stadt Garbsen.

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