Daten und Zahlen zum „Internationalen Mädchentag“

Der internationale Tag des Mädchens wurde 2011 von den Vereinten Nationen auf den 11. Oktober festgesetzt. Die Vereinten Nationen machen seitdem jährlich auf die spezifische Situation von Mädchen in der Welt aufmerksam, mit dem Ziel einer geschlechts­spezifischen Diskriminierung entgegenzutreten. Die Statistiker der Region Hannover haben den Aktionstag zum Anlass genommen, Zahlen und Fakten über die Mädchen in und um Hannover zusammenzustellen.

Tag der Mädchen am 11. Oktobher in Zahlen – Faltblatt: Region Hannover

In der Region Hannover sind – Stichtag ist der 30. Juni 2020 – 93 145 Mädchen im Alter bis ein­schließlich 17 Jahren mit Hauptwohnsitz registriert. Davon leben 52 333 im Umland und 40 812 in der Landeshauptstadt Hannover. Damit hat die Zahl der Mädchen seit der letzten Auswertung für das Jahr 2017 im Einklang mit der demographischen Entwicklung der Region Hannover leicht zugenommen. Im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung sind Mädchen aber gegenüber Jungen weiterhin in der Minderheit: Deren Zahl hat im selben Zeitraum von 97 477 auf 98 355 ebenfalls zugenommen, wenn auch etwas schwächer als die Zahl der Mädchen. Der Mädchenanteil bei den unter 18-Jährigen ist daher leicht von 48,5 auf 48,6 Prozent gestiegen.

Jungen in der Mehrheit

Der Jungenüberschuss ist auch in der längerfristigen Betrachtung zu erkennen: Er resultiert aus der etwas größeren Zahl an Geburten von Jungen als von Mädchen, der sich sowohl in der Landeshauptstadt Hannover als auch im Umland seit 2009 und trotz des Anstiegs der Geburten insgesamt als relativ stabil erweist. Im gesamten Bevölkerungsaufbau gleicht sich dies durch eine längere Lebenserwartung der Frauen aus. Insgesamt liegt das Niveau der Geburten beider Geschlechter im Jahr 2020 deutlich über dem Niveau von 2009.

Junge Frauen in der Politik

In einem Wahljahr mit Kommunal- und Bundestagswahlen lohnt es sich, einen Blick auf die politische Beteiligung junger Frauen zu werfen. Aufgrund des Mindestwahlalters von 16 Jahren bei Kommunalwahlen schließt der Mädchenbegriff für die Statistiker alle jungen Frauen mit 25 Jahren oder jünger ein. Bei den Kommunalwahlen am 12. September 2021 für die Regionsversammlung waren auf den Stimmzetteln 714 Kandidatinnen, Kandidaten und eine diverse Person vermerkt, darunter 440 Männer und 273 Frauen. 23 Kandidatinnen und 43 Kandidaten sind 1996 oder später geboren, was einem Anteil von 9,2 Prozent entspricht. Die höchste Zahl junger Kandidatinnen hat Die Linke mit fünf Kandidatinnen zu verzeichnen, gefolgt von Die Partei mit vier sowie CDU, SPD und FDP mit jeweils drei. Die Hannoveraner und die Tierschutzpartei sind die einzigen Parteien, bei denen die Zahl junger Kandidatinnen die Zahl junger Kandidaten übersteigt. Tatsächlich haben eine Kandidatin und ein Kandidat mit Jahrgang 1996 oder jünger einen Sitz in der Regionsversammlung ergattert.

Der vollständige Inhalt der „Statistischen Kurzinformationen 10/2021“ zum „Tag der Mädchen“ kann im Internet eingesehen werden.

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