Pflegekammer ja! – Johanniter fordern Aufklärung und Richtigstellung

5. Januar 2019 @

Die Diskussion über den Sinn und Zweck, die Mitgliedschaft und die Aufgaben der Pflegekammer in Niedersachsen geht weiter. Hat sich die CDU des Landes für eine Überprüfung von Sinn und Zweck der Kammer ausgesprochen und rund 35 000 Personen in Pflegeberufen eine Petition gegen die Kammer unterzeichnet, verteidigen die Johanniter Niedersachsen/Bremen die Einrichtung als den richtigen Weg. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 22 000 Beschäftigten und mehr als 37 000 ehrenamtlichen Helfern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie schreibt:

Die Johanniter plädieren für den Erhalt der Pflegekammer – Foto: Johanniter-Medienservice

>> Die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Niedersachsen/Bremen steht grundsätzlich hinter der Einrichtung der Pflegekammer in Niedersachsen. „Die Pflegekammer einzurichten war und ist unserer Meinung nach der richtige Schritt, um das Berufsbild und das Image der Pflege zu stärken“, so Landesvorstand Hannes Wendler.
Die Johanniter erhoffen sich, dass die Pflegekammer zu Grundsatzfragen der Pflege- und Gesundheitspolitik Antworten erarbeitet, diese klar definiert und gegenüber Politik und Gesellschaft kommuniziert. Auch das Thema Generalistik in der Ausbildung der Pflegeberufe gehört nach dem Verständnis der Johanniter dazu. „Bei allen diesen wichtigen Aufgaben müssen unseres Erachtens nach die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege als Mitglieder der Kammer an vorderster Stelle stehen“, so Wendler weiter.

Mitglieder der Pflegekammer Niedersachsen haben sich in wenigen Tagen über die sozialen Netze organisiert und eine Online-Petition gestartet. Bis heute unterstützen über 35 000 Personen diese Petition, die sich gegen Zwangsmitgliedschaft und einem Pflichtbeitrag richtet. Das Vorgehen der Pflegekammer gegenüber ihren Mitgliedern zum Thema Beitragserhebung und die anschließende Kommunikation dazu sorgt für sehr viel Unruhe und teils zu Frustration bei den Pflegenden. Sie wird als zusätzliche wirtschaftliche Belastung in der Mitarbeiterschaft empfunden. „Dieses Vorgehen hat zu einem hohen Vertrauensverlust bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt, der unbedingt nachhaltig ausgeräumt werden muss. Wir erwarten eine sofortige Aufklärung und Richtigstellung gegenüber den Mitgliedern – und eine Kommunikation auf Augenhöhe. Der Vorstand der Pflegekammer und die Politik müssen schnellstmöglich handeln, damit die Arbeit der Pflegekammer in die wünschenswerte Richtung läuft und Vertrauen aufgebaut werden kann“, betont Wendler. <<

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