Wahrendorff im Gespräch mit Sehnder Anwohnern: Erste offene Bürgersprechstunde

Wahrendorff im Gespräch mit Sehnder Anwohnern: Erste offene Bürgersprechstunde
Holger Stürmann, Sandy Steve Choitz, Prof. Dr. Marc Ziegenbein, Heide Grimmelmann-Heimburg, Robert Glaß und Mario Mantei stellten sich den Fragen und gaben Antworten (v.li.) - Foto: Wahrendorff/Petra Perleberg
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Im Juli fand die erste offene Bürgersprechstunde von Wahrendorff „Wohnen im Amtshaus“ in Ilten statt. Es war der Auftakt zu einem regelmäßigen weiteren offenen Austausch mit den Sehnder Bürgern in Ilten und Köthenwald. Über ein gutes Miteinander und wie man das auch in Zukunft gut gestalten kann, diskutierten insgesamt 17 Teilnehmer. Die Fragen beantworteten Heide Grimmelmann-Heimburg und Holger Stürmann, Geschäftsführung Wahrendorff, Professor Dr. Marc Ziegenbein, Ärztlicher Direktor und Chefarzt, Sandy Steve Choitz, Ortsbürgermeister Ilten, Robert Glaß, Direktor des Amtsgerichts Lehrte und Mario Mantei, Leiter Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats Lehrte. Olaf Kruse, Bürgermeister der Stadt Sehnde, war leider erkrankt, wird aber beim nächsten Mal dabei sein.

Seit mehr als 150 Jahren bietet Wahrendorff Menschen mit seelischen und geistigen Behinderungen vielfältige Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten. „Wir leben mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, kennen viele von ihnen“, fast eine Anwohnerin zusammen.

Veränderte Krankheitsbilder und gesellschaftliche Entwicklungen

Im ersten Teil der Diskussion ging es um veränderte Krankheitsbilder, gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und Rechtslagen sowie ganz praktische Tipps, wie Bürger auf eventuelle Besonderheiten reagieren sollten. Auffälligkeiten seien aber nicht die Regel, so waren sich die Teilnehmer einig. Von 1.100 Bewohnerinnen und Bewohnern seien es drei bis fünf Bewohner, die sich einer Ansprache entziehen würden. Im Zweifel sollten Vorkommnisse immer bei der Polizei gemeldet werden, egal, ob daran Bewohner oder andere Personen beteiligt sind und egal, ob Ordnungswidrigkeit oder Straftat.

Zukunft von Ilten und Wahrendorff

Im zweiten Teil standen Wünsche und Fragestellungen rund um Ilten und den Neubau in Köthenwald im Mittelpunkt der Diskussion. So äußerten die anwesenden Bürger den Wunsch nach einer weiteren Ampel, um die B 65 besser überqueren zu können.

Wie wird sich Ilten durch den Neubau verändern? Kommen noch mehr Patientinnen und Patienten, noch mehr Bewohner? Wird die Verkehrssituation auf der B 65 schwieriger werden? Nicht für jede Frage gibt es derzeit Antworten, aber zu allen Fragestellungen gibt es Planungsausschüsse und erste Maßnahmen. Die Nachnutzung der Gebäude, die durch den Umzug frei werden, ist noch nicht abschließend entschieden. Dabei solle nicht die Anzahl der Bewohner erhöht, sondern das Verhältnis von Doppelzimmern zu Einzelzimmern noch weiter ausgebaut werden. „Und wir können die Verkehrslenkung und -planung der B 65 nicht beeinflussen“, fasste Stürmann, Geschäftsführer vom Wahrendorff Klinikum, abschließend zusammen. „Aber wir tun viel zur Entlastung der Strecke, indem wir unsere Mitarbeiter motivieren, anders mobil zu sein und das Auto stehen zu lassen. Dafür werden am Klinik-Neubau Fahrradgaragen für 100 E-Bikes zur Verfügung stehen. Wir finanzieren derzeit das 9-Euro-Ticket für unsere Mitarbeitenden komplett, bieten folgend das Jobticket an und stellen Dienst-E-Bikes zur Verfügung.“

Unbürokratisch, einfach und regelmäßig Die offene Bürgersprechstunde soll in Zukunft regelmäßig stattfinden. Wer Interesse hat, kann einfach ohne Anmeldung vorbeischauen. Wer schon ein konkretes Anliegen hat, kann sich gerne vorher per E-Mail unter der Adresse Info@wahrendorff.de an Wahrendorff wenden, damit sich die Ansprechpartner gezielt auf die Themen vorbereiten können.

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