Stichwahlkampf in Sehnde für das Bürgermeisteramt läuft

Es geht in Sehnde nun auch in den Endspurt im Stichwahlkampf um das Bürgermeisteramt der Stadt. In der Wahl tritt die parteilose Kandidatin, Daniela Busche, die von der SPD unterstützt wird, gegen den CDU-Bewerber Dr. Marco Schinze-Gerber an. Im ersten Durchgang hatte Busche 33,83 Prozent der Stimmen, Dr. Schinze-Gerber 34,23 Prozent erhalten. Für den nächsten Wahlgang am kommenden Sonntag, 27.09.2026, werden die Karten zwar neu gemischt. Da aber kaum davon auszugehen ist, dass Wähler des einen oder der anderen ihre erste Entscheidung ändern werden, ist zu vermuten, dass 31,94 Prozent der Wähler sich dann zwischen den beiden Bewerbern neu entscheiden.
Und um diese Wähler geht es nun im Wahlkampf in Sehnde, den die verbliebenen beiden Kandidaten aktuell bis Sonntag führen. Es ist übrigens das erste Mal, dass es in Sehnde zu einer Stichwahl kommt.
Daniela Busche
Daniela Busche hat mit ihrem Stichwahlkampf am 16. September in Ilten begonnen unter dem Motto „Der Drops ist noch nicht gelutscht“. Mit ihrem Wahlkampfteam kommt sie noch einmal in alle Ortsteile (SN berichtete), in der laufenden Woche geht es noch nach Wassel, Bilm und Rethmar. Am Sonnabend, 26.09.2026, gibt es dann auf dem Hof Falkenhagen zum Abschluss ein großes Familienfest von 14 bis 18 Uhr.
„Die Bürger malen hier auch ein Bild auf der Drops-Tour“, sagte Busche und deutete auf die weiße Leinwand an ihrem Wahlkampf-Bus. „Das Endergebnis werde ich im Bürgermeisterbüro aufhängen, falls ich gewinnen werde. Das malen jetzt in allen Orten die Bürger.“ Als Malanreiz und Gesprächshilfe gab es neben Kaffee auch Kekse und andere Materialien.
Dr. Marco Schinze-Gerber
Mit 0,5 Prozent Vorsprung lag der CDU-Bewerber am ersten Wahltag vorn. Er begann den Wahlkampf am Sonnabend, 19.09.2026, ebenfalls in Ilten, dort, wo der Kandidat der Grünen, Sandy Steve Choitz die meisten Stimmen holte. Mit einem Flashmob startete es auf dem Parkplatz am netto-Discounter um 9.50 Uhr, von dort gingen zwölf Personen in Zweierteams durch den Ort und machten Haustürwahlkampf.
Zeitgleich Begann die CDU ihre Arbeit in Rethmar, unterstützt vom MdB Tilman Kuban, und Höver mit vier und drei Zweierteams für die Haustüren. Dazu gab es kleine Gimmicks, wie Kulis und Handzettel. Im Laufe der Woche kommen Wahlstände und weitere persönliche Gespräche hinzu. „Ich habe bereits in meinem Wahlkampf an 8001 Türen geklopft“, sagte Dr. Schinze-Gerber. „Mit den persönlichen Gesprächen habe ich die besten Erfahrungen gemacht und deshalb werden wir sie fortsetzen.“
Beide Teams hoffen nun, die Wähler aus dem Grünen-Lager für ihren Kandidaten gewinnen zu können. Da die Sehnder Grünen entgegen ihren Parteikollegen in anderen Orten keine Wahlempfehlung abgegeben haben (SN berichtete), wird der Wahlkampf sich sicher bis zur Entscheidung am Sonntag hinziehen.
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