Nastasja Wehmeier ist neue Präventionsmitarbeiterin in Sehnde

Nastasja Wehmeier ist neue Präventionsmitarbeiterin in Sehnde
Nastasja Wehmeier betreut das CTC-Programm in Sehnde - Foto: Stadt Sehnde
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Seit kurzem ist die Stadt Sehnde beteiligt am Programm „Communities that Care“ (CTC), das vom Landespräventionsrat unterstützt wird und dem Wohl der Kinder in der Stadt in kritischen Fällen dient (SN berichtete). Mit Nastasja Wehmeier hat die Stadt außerdem eine Vollzeitkraft für eine unbefristete Stelle gewonnen, die ihre Arbeit im KiJu-Treff aufgenommen hat und sich speziell um CTC kümmert.

Wehmeier ist Sozialarbeiterin und Erzieherin, die aus Celle kommt und aktuell in Hildesheim wohnt. Sie hat sich speziell für das Programm interessiert und sich deshalb auf die Ausschreibung beworben gehabt. Ihre Stelle wird für zunächst drei Jahre über den Landespräventionsrat gefördert, ist aber auch durch den Sehnder Haushalt abgesichert. Sie ist auch Mitglied im Sehnder Präventionsrat und stellt hier die Verbindung zum Programm sicher.

2002 kam CTC nach Deutschland

„CTC kommt aus den USA und ist dort von zwei Sozialarbeitern entwickelt worden“, erzählt sie über das neue Programm für Sehnde. „Im Jahr 2002 kam es erstmals nach Deutschland. Im Herbst war eine Delegation aus Holland hier und hat in der Region und Land und auch in Sehnde beim Aufbau unterstützt.“ CTC ist eine Methode, die Kommunen zur Planung und Steuerung ihrer Präventionsarbeit einsetzen können. Vorhandene Bedarfe und Ressourcen in der Prävention können mit CTC ermittelt, sowie effektive Maßnahmen und Programme „nach Maß“ eingesetzt werden. Mit der Anwendung von CTC können Kommunen ihre Präventionsaktivitäten im Bereich der sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zielgenau, wirksam und im Erfolg überprüfbar gestalten.

„Prävention lässt sich schwer messen“, sagt Bürgermeister Olaf Kruse bei der Vorstellung der neuen Mitarbeiterin. „Aber ein erreichter Mensch ist ein gutes Ergebnis.“

Module für spezielle Themen

Aus dem in Modulen aufgebauten CTC-Programm sucht man sich in den Kommunen die notwendigen zur Umsetzung aus, beispielsweise Förderung, Risikobewertung, Queerfindlichkeit oder Radikalisierung – aus einer sogenannten “grünen Liste“. Wehmeier schlägt nicht nur vor und kümmert sich um die Umsetzung, sondern gestaltet Info-Abende, Workshops und Vorträge im Rahmen von CTC.

„Wir wollten für die Stelle nicht nur eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, sondern auch eine, die praktisch vor Ort mit den Zielgruppen von der Kita bis in den Erwachsenenbereich hinein praktisch arbeitet“, erläutert Katharina Strauß, Fachdienstleiterin Kindertagesbetreuung und Jugendarbeit, in deren Arbeitsbereich das neue Programm umgesetzt wird.

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