SPD-Kandidatin Bender sichert Frauenhäusern und Beratungsstellen Unterstützung zu

Eva Bender, SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin der Region Hannover, zieht eine klare rote Linie: Mit ihr als Regionspräsidentin wird sich die Region Hannover nicht aus der Finanzierung des Gewaltschutzes zurückziehen. Frauenhäuser und Beratungsangebot haben zur Zeit Sorge, dass aufgrund des Gewaltschutzgesetzes zu Kürzungen kommen könnte und sich die kommunale Ebene aus der Finanzierung verabschiedet.
„Für mich ist das völlig klar: Die Region Hannover wird sich unter meiner Verantwortung nicht aus der Finanzierung von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Gewaltschutzangeboten zurückziehen. Im Gegenteil: Der Bedarf wächst seit Jahren. Frauenhäuser, Beratungsstellen und Notrufe brauchen Planungssicherheit und eine verlässliche Finanzierung – nicht neue Unsicherheiten.“
Bedarf erschreckend hoch
Für Bender kommt diese klare Position nicht von ungefähr. In den vergangenen Wochen hat sie zahlreiche Gespräche mit Einrichtungen geführt, die tagtäglich Frauen und Kinder unterstützen, die von Gewalt betroffen sind. Unter anderem besuchte sie den Frauennotruf Hannover sowie das Offene Frauenhaus in Burgdorf.
„In diesen Gesprächen ist mir immer wieder dieselbe Sorge begegnet: Dass das neue Gewalthilfegesetz am Ende dazu führen könnte, dass sich Kommunen aus ihrer Verantwortung zurückziehen. Genau deshalb ist es wichtig, jetzt Klarheit zu schaffen. Die Einrichtungen brauchen ein eindeutiges Signal, dass sie sich auf die Region Hannover verlassen können.“
Für sie ist klar: Das neue Gewalthilfegesetz darf nicht dazu führen, dass Verantwortung zwischen Bund, Land und Kommunen verschoben wird. Zusätzliche Mittel müssen dem Ausbau des Hilfesystems dienen und dürfen nicht genutzt werden, um bestehende kommunale Finanzierungsanteile zu ersetzen. Genau davor warnt auch der DGB in seiner aktuellen Stellungnahme.
Gewaltschutz bleibt öffentliche Aufgabe
„Gewaltschutz ist keine freiwillige Aufgabe. Frauen und Kinder, die vor Gewalt fliehen, brauchen schnelle und verlässliche Hilfe – unabhängig von Haushaltsdebatten oder Zuständigkeitsfragen. Wer jetzt über einen Rückzug der Kommunen nachdenkt, sendet das falsche Signal. Wir müssen die Einrichtungen stärken, nicht ihre Finanzierung infrage stellen“, sagt Bender und kündigt an, sich als Regionspräsidentin konsequent für eine dauerhaft verlässliche Finanzierung der Frauenhäuser, Fachberatungsstellen, Notrufe und Präventionsangebote einzusetzen. Angesichts steigender Fallzahlen und wachsender Anforderungen müsse das Hilfesystem sogar weiter ausgebaut werden.
„Jeder Platz in einem Frauenhaus, jede Beratung und jede Präventionsmaßnahme kann Leben verändern oder sogar Leben retten. Deshalb darf das neue Gewalthilfegesetz nicht zum Anlass werden, kommunale Verantwortung abzubauen. Mein Anspruch ist das Gegenteil: Die Region Hannover soll eine verlässliche Partnerin der Frauenhäuser, Beratungsstellen und Notrufe bleiben. Dafür stehe ich.“
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