KGS-Schüler diskutieren mit den Kandidaten: Drei Bürgermeisterbewerber stellten sich den KSG Schülern

KGS-Schüler diskutieren mit den Kandidaten: Drei Bürgermeisterbewerber stellten sich den KSG Schülern
Bei der Diskussion mit Sandy Steve Choitz (Grüne), Daniela Busche (Parteilos/SPD) und Dr. Marco Schinze-Gerber (CDU) (v.li.) moderierten Lina Minnemann und Eva Busche (v.re.) - Foto: JPH
Anzeige
Werben Sie bei Sehnde-News

Zu einer Fragestunde waren die drei Bürgermeisterkandidaten von Grünen, CDU und die parteilose Daniela Busche ins Forum der KLGS gekommen, um den rund 80 Jugendlichen der Klassen 10 und 11 auf ihre Fragen zur Sehnder Lokalpolitik Rede und Antwort zu stehen.

Die Schüler organisierten die Diskussion

Kurz vor den Sommerferien wurde es im Forum der KGS noch einmal politisch. Dieses Mal hatten mit der Unterstützung von Stefan Bahls, Fachbereichsleiter Geschichtlich-Soziale Weltkunde, die Schüler die drei Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Sehnde eingeladen. Dr. Marco Schinze-Gerber, Daniela Busche, die mit Unterstützung der SPD kandidiert, und Sandy Steve Choitz von den Grünen hatten die Einladung gerne angenommen, sich den Fragen der Schüler zu stellen. Unter der Moderation von Eva Busche und Lina Minnermann, die beide gerade das Abitur erworben hatten, ging es in medias res.  Den Start machten die Gesprächsleiter mit einer Vorstellungsrunde, in der die Kandidaten sich und ihre Ziele mehr oder weniger lange vorstellten – fünf Minuten waren erlaubt. Danach ging es in die Fragerunde, für die zwei Stunden vorgesehen waren.

Busche startete

Die erste Frage befasste sich mit der Parteilosigkeit von Daniela Busche, die ihre Motivation, für das Amt zu kandidieren ohne in eine Partei einzutreten, erläuterte. Auch ihre Aktion, Konfirmanden zu gratulieren, die auf Facebook zu einem kleinen Shitstorm geführt hatte, beantwortete sie zur Zufriedenheit der Fragestellerin auch mit dem Hinweis, dass das keinen Wahlwerbung für Nichtwahlberechtigte gewesen sei, sondern einfach ein Glückwunsch – wie man sie auch zu Geburten verschickt: „Eine nette Geste an junge Menschen zu einem besonderen Anlass.“

Mannigfaltige Themenpalette

Die Diskussionrunde hatte sichtlich Freude bei dem Gespräch – Foto: JPH

Nachdem das Eis durch diese ersten Fragen gebrochen war, kamen viele Bereiche zur Sprache. Es kam der zu wählende Jugendbeirat ebenso zur Sprache (Einstieg in die Politik), wie „Was gefällt Ihnen an der CDU“ für Dr. Schinze-Gerber oder wie Kilmaschutz und Natur zu vereinbaren seien mit Wachstum an Sandy Steve Choitz. Natürlich wurde dabei auch über die Planungen zu Höver-Nord angefragt, wobei sich durchaus kontroverse Standpunkte ergaben. Choitz hob hervor, dass man eine Fläche von rund 52 Fußballfeldern nicht so einfach der Natur entziehen dürfe, ohne zuvor Alternativen geprüft zu haben, fügte aber auch hinzu, dass Sehnde Steuern benötige – was nur unter Prüfung aller Fakten erfolgen könne. Auch Busche betonte den Bedarf an Steuern für die Stadtkasse und dass man eine Planung nicht ohne die Bürger in Höver machen dürfe. Dr. Schinze-Gerber erklärte zudem den Beschluss des Stadtrates, zu dem Thema eine ergebnisoffene Studie erstellen zu lassen, die auch alle Sehnder Alternativflächen betrachten wird, wobei auch in Misburg-Anderten noch Flächen sind.

Internetschwächen in Bolzum kamen zur Sprache, die beim Warten auf den Bus störend wirken, es ging um einen möglichen Fußballkunstrasenplatz in Höver-Nord für ganz Sehnde und um Klima- und Hitzeschutz. Dazu verwies Choitz auf den gerade erstellten Hitzeschutzplan für Sehnde, wobei sich die Stadt auf einem guten Weg befände. Busche betonte den Blick auf begrünte Bereiche, die man kontrollieren und auf denen man nachpflanzen müsse und Dr. Schinze-Gerber führte an, dass man diese Planungen auch gleich beim Bau von Kitas und Schulen einbeziehen wolle, die durch Solarstrom in der Regel ja inzwischen auch „Selbstversorger“ sind. So erfuhren die Schülerzudem, dass die KGS einen Anbau für acht neuen Klassenräume bekommen soll.

Spezielle Probleme

Beide Seiten waren mit der Veranstaltung am Ende sehr zufrieden – Foto: JPH

Die Sicherheit in Sehnde wurde besprochen – gerne mehr Ordnungsdienst und Polizeipräsenz hätten alle Kandidaten -, doch Choitz als Polizeibeamter verwies auf die Kriminalstatistik für Sehnde, die einen Unterschied der „realen“ Sicherheit zur „gefühlten“ aufzeige. Auch das von Schülern angesprochene Krankenhaus Wahrendorff erhöhe diese realen Zahlen nicht signifikant. Die abgesprochenen Maßnahmen zwischen Ortsrat, Klinikum und Polizei hätten gegriffen. Die Ausleuchtung in der Städtebauplanung brachte Busche in das Gespräch ein, wobei eine mögliche Videoüberwachung nach englischem Muster nicht überall realisierbar wäre.

Gegen Ende ging es auch um eine verbesserte Busverbindung zwischen Höver und Ahlten, die seit Jahren gewünscht wird. Dr. Schinze-Gerber betonte, dass die Anfrage dazu bei der Region laufe, da diese die üstra beauftragen müsse. Busche verwies auf eine Nahversorgungschance bei Entwicklung von Höver-Nord und Choitz hob hervor, dass man neben dem Antrag für Höver auch den Bedarf anderer Ortsteile für den ÖPNV ermitteln müsse.

Viele Erkenntnisse

Die Diskussion mit den Schülern unter der Moderation der beiden versierten Abiturientinnen machte den drei Kandidaten erkennbar Spaß und auch die Schüler vermittelten den Eindruck, mit den erhaltenen Antworten kompetent informiert worden zu sein.

Anzeige
Werben Sie bei Sehnde-News Anzeige
Förderverein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Bitte stimmen Sie den Datenschutzbedingungen zu.

Anzeige
Werben Sie bei Sehnde-News