Familienleben in Wassels Storchennest eingekehrt

Familienleben in Wassels Storchennest eingekehrt
Eine Familie mehr lebt nun in Wassel: die Storchenfamilie auf dem Meyers Hof ist eingezogen und hat Nachwuchs - Foto: Erika Nowak
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Nun hat es endlich geklappt – in Wassels Storchennest ist Nachwuchs da. Im Dorf ist die Freude darüber groß, denn schon vor langer Zeit hatten sich die Wasseler ein Storchennest gewünscht. Auf Meyers Bauernhof ist alles da, was eine Storchenfamilie für das tägliche Leben so braucht – ein geschützter Platz zum Wohnen, ausreichend Nahrung und langweilig wird es auch nie in Gesellschaft von Hühnern und Ziegen und dem alltäglichen Hofbetrieb.

Lange war es fraglich, ob und wo überhaupt erfolgreich eine Nistgelegenheit für Störche errichtet werden kann. Angesichts mehrerer Nester in den Sehnder Ortsteilen kam nämlich die Frage auf, ob eine weitere Storchenwohnung wirklich sinnvoll ist. Wegen zahlreicher Besuche durch die eleganten Flieger in und um Wassel schien es aber einen Versuch wert zu sein.

„Soziales“ Wohnungsangebot in der Höhe

Im Jahre 2022 nahm sich der Verein Natur-Kultur-Pfad Wassel der Sache an. Die Finanzierung des Projektes war gesichert dank einer großzügigen Spende der Wasseler Bürgerin Gerda Briese. „Einen Standort für das Nest fanden wir auf Meyers Hof, und Familie Meyer unterstützte uns tatkräftig bei der Errichtung“, so Erika Nowak vom Verein. Das Storchennest wurde solide gebaut und steht für die Öffentlichkeit unzugänglich ganz am Ende einer Weide. Dort ist es gut geschützt von Rindern und trotzdem weithin sichtbar – was vor allem auch für die anzulockenden Störche wichtig ist (SN berichtete).

Mietinteressenten blieben aus

Vor Ort geht die Storchenfamilie auf den Einkaufsbummel – Foto: Erika Nowak

Im ersten Jahr tat sich dort allerdings nichts weiter. „Das hatten wir auch nicht erwartet“, so Nowak. „Schließlich muss sich die neue Immobilie erst einmal in Storchenkreisen herumsprechen.“ Im Jahr 2023 ließen sich nur ein paar diebische Störche kurz sehen – die klauten Nistmaterial und wollten damit vermutlich woanders bauen. Ansonsten diente das Nest lediglich als Aussichtsplattform für verschiedene andere Vögel.

Wohnung aufwendig renoviert

„Im Jahr 2024 haben wir als Verein mit Hilfe der Familie Meyer und höhentauglicher Technik das Nest mit Reisigbündeln und anderem Nistmaterial noch komfortabler und wohnlicher ausgestattet“, berichtet Nowak. „Und ja, endlich, kurz vor Ostern 2025, wurde es interessant. Mehrere Störche bewarben sich recht intensiv um den luftigen Wohnsitz.“ Ein Paar ist sogar über den Sommer geblieben, Nachwuchs gab es jedoch nicht.

In diesem Jahr können sich die Wasseler nun über ein komplettes Familienleben im Wasseler Storchennest freuen. Alle drücken die Daumen, dass es nicht zu heiß, zu kalt, zu nass, zu trocken – sondern dass es genau richtig für die klappernden Schönheiten wird und sie ihren Nachwuchs großziehen können. Und wenn’s nach den Wasslern geht, dann sogar eine große Familie.

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