Entwicklung des Wohngebietes „Keramische Hütte“ geht weiter

20. Juni 2019 @

Lange war das Gelände eine Ruine, oft rückte die Feuerwehr an – doch nun tut sich etwas an der Peiner Straße, dort wo die alte Sehnder „Keramische Hütte“ verfällt. Am vergangenen Montag, 17.06.2019, hat sich zunächst der Ortsrat Sehnde mit dem Bebauungsplan „Keramische Hütte“ befasst und die erforderlichen Beschlüsse getroffen, sodass sich der Stadtrat abschließend am 03.07.2019 damit befassen kann – könnte, denn noch fehlt ein Dokument. Offen ist noch die „Artenschutzrechtliche Beurteilung“ – eine Aufgabe der Stadt- und Regionsverwaltung.

Birgit Gerasch, Frank Stoll, Masoud Saadat, Philipp Detmering und Mona Ghiasmand (v.li.) beraten den Abriss – Foto: JPH

Denn der neue Planer und Projektsteuerer für das Baugebiet, Diplomingenieur Masoud Saadat aus Hannover und Mona Ghiasmand, Projektleiterin, haben sich am Dienstag, 18.06.2019, bereits auf dem Gelände der alten Hütte mit dem Abbruchunternehmer Philipp Detmering, Geschäftsführer der Firma A&S Betondemontage aus Lehrte, und seinem Mitarbeiter Frank Stoll sowie Birgit Gerasch von der Stadtverwaltung getroffen und die erforderlichen Details für den Abriss der Anlagen und Gebäude auf dem Terrain besprochen. Sobald nun die Stadt Sehnde nach Erhalt der Artenschutzrechtlichen Beurteilung grünes Licht für den Bau gibt, kann die etwa drei Monate dauernde Arbeit angegangen werden. Demnach hängt derzeit alles nur noch an der Stadtverwaltung respektive der Regionsverwaltung Hannover.

Die Einfahrt von der B 65 (oben) geht auf die Planstraße A und daran schließt sich Planstraße B an, grau der Baubereich – Foto: JPH

Die Planungen  von Saadat für den Neubau sieht eine Anlage mit 16 Reihenhäusern und 174 Geschosswohnungen – komplett barrierefrei – vor. Die sollen nach Erstellung von Bürgern und Investoren gekauft und entweder als Mietwohnungen oder Privateigentum genutzt werden. „Wir wollen, wenn es nach unserer Planung geht, umgehend abreißen und noch dieses Jahr mit dem Bauen anfangen“, so Saadat beim Ortstermin am Dienstag. Damit könnte der erste Spatenstich noch 2019 vorgenommen werden. Dabei soll nach der neuen Planung von Saadat auch der ehemals als „Wahrzeichen“ gedachte Schornstein fallen, der allerdings auch keinen echten Sinn mehr ergeben würde. „Zudem wollen wir auch eine zentrale Nahwärmeversorgung für den Bereich aufbauen“, so Saadat. Damit wäre das Gebiet modern und lokal versorgt, was auch die Emissionen sicher reduzieren wird.

Die Zufahrt ins Gebiet erfolgt von der B 65 her und zwei Straßen, derzeit noch Planstraße A und B genannt, sind im inneren Bereich vorgesehen. Der Ortsrat hat deren Namen am Montag auch festgelegt.  „An der Keramischen Hütte“ heißt die Planstraße A und „Sörßenberg“ wird die Planstraße B genannt werden. Damit wäre alles bestens vorbereitet, nun liegt es nur noch an der Stadt Sehnde, sich um die fehlenden Unterlagen zu kümmern.

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