Lehrter Auswärtssieg: Bebek-Treffer lässt LSV-Wasserballer jubeln

Der Hochsommer ist auch Wasserballzeit, und noch schöner wird die älteste olympische Mannschaftssportart, wenn passend zum sonnigen Wetter auch gewonnen wird. Dieses gelang dem Lehrter SV mit einem dramatischen 15:14 (4:4. 4:5, 4:2, 3:3)-Auswärtssieg bei der SGW Hameln/Wunstorf, mit der der Ostkreisvertreter zugleich seine letzte Titelchance wahrte.
Hatte bereits das 9:9-Unentschieden beim Hinspiel in Lehrte mit gleich zwei LSV-Treffern in der Schlussminute für eine schwerlich zu überbietende Dramatik gesorgt, setzte der Rückkampf an der Weser nicht nur beim Ergebnis noch einen drauf: Das Südbad erlebte zusätzlich auch eine regelrechte Torflut. „Man hat gemerkt, dass beide Teams nicht komplett gewesen sind“, berichtete Pressesprecher Wolfgang Philipps, der mit den vielen Gegentreffern haderte.“
Dramatischer Endspurt
Die Lehrter zeigten sich allerdings kampfstark und machten aus einem zwischenzeitlichen 9:11-Rückstand (20.) in nicht einmal drei Minuten eine 13:11-Führung. Passend zur Dramaturgie der Partie ließ die LSV-Sieben hier dann aber ihren dritten Strafwurf der Partie ungenutzt und verpasste eine mögliche Vorentscheidung. So mussten die Gäste trotz einer 14:12-Führung drei Sekunden vor dem Spielende noch den 14:14-Ausgleich hinnehmen.
Die Eisenbahnstädter setzten mit dem finalen Angriff dann alles auf eine Karte. Nach einer letzten Auszeit ging Torhüter Stephen Seus ebenfalls in den Angriff, sodass die LSV-Sieben mit einem leeren Tor in Handball-Manier eine 7:6-Überzahlsituation hatte – und der Coup klappte: Mit einem einstudierten Spielzug traf Kevin Bebek mit dem Schlusspfiff zum umjubelten 15:14-Endstand.
„Das habe ich noch nie erlebt“, konnte Philipps das Spielende nicht fassen. Die Tore teilten sich Vladislav Stengel (5/2), Ole Roth, Simon Roßmann, Christoff Ohse, Kevin Bebek und Sebastian Roth (alle 2). Mit dem Dramasieg ist zugleich weitenhin für Spannung gesorgt: Bei jetzt 10:6 Punkten liegt die LSV-Sieben in der schiefen Tabelle der Bezirksliga 2 damit weiterhin nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter SV Langenhagen/Aegir Hannover, der im September am letzten Spieltag der Gegner sein wird.
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