Lehrte hofft auf einen Wertstoffhof

„Abfallpolitik und alles was dazu gehört ist ein Langstreckenlauf. Wenn man auf dieser Strecke etwas bewegen möchte, dann braucht man einen langen Atem“, erklärt Bernward Schlossarek, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in der Region Hannover. Die Zukunftsfähigkeit von aha, guter Service und stabile Gebühren sind Kräfte, die berücksichtigt werden müssen. Deshalb bekam der Abfallzweckverband aha den Auftrag, ein Zukunftskonzept zu erstellen.

Zukunftskonzept von aha
Lehrte möchte auch einen Wertstoffhof – Foto: JPH

Hierbei soll ein Modell für moderne Abfallentsorgung entwickelt werden und die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Im Rahmen dieses Konzeptes wird aha auch einen Blick auf die Wertstoffhöfe der Region werfen. Die Zukunftsfähigkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wichtige Faktoren sind zum Beispiel Größe, Lage, Ausbaufähigkeit und auch das Einzugsgebiet. Gerade die Erweiterungsmöglichkeit ist wichtig, damit sämtliche Abfallsorten Platz finden, angeliefert werden können und volle Container abgefahren werden können, ohne dass der Betrieb unterbrochen werden muss. „Wenn sich bei den Betrachtungen herausstellt, in Lehrte einen Wertstoffhof zu errichten, dann ergibt ein Neubau einen Sinn, gerade wenn man den Bürgerinnen und Bürgern den vollen Service anbieten möchte“, hofft Schlossarek.

Vor dem Hintergrund, dass aha am Zukunftskonzept arbeitet, überrascht die Forderung der Lehrter SPD.  „Die Idee der SPD, jetzt einen Wertstoffhof in der Stadt Lehrte zu errichten, ist schon erstaunlich. Die Erkenntnis, dass ein Wertstoffhof auf Lehrter Gebiet sinnvoll wäre, hätte es 2006 gebraucht. Damals hat Rot-Grün in der Regionsversammlung für die Schließung der Sammelstelle gestimmt“, zeigt sich Bernward Schlossarek überrascht.

Leichtfertige Aufgaben werden oft bereut

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Verhaltensmuster wiederholen. Durch politische Beschlüsse werden Dinge verändert und Einrichtungen geschlossen, und später fällt auf, dass es besser gewesen wäre, wenn man sie hätte. „Beim Lehrter Krankenhaus ging die Entwicklung in eine ähnliche Richtung. Das konnten wir als CDU verhindern und haben den Standort erfolgreich gesichert“, fasst Schlossarek die Entwicklung zusammen.

Heike Koehler, Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes aus Ahlten, begrüßt die Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes durch aha und hofft auf eine schnelle Fertigstellung des Papiers: „Im Gegensatz zur Lehrter Ratsmehrheit bin ich gegen die Verlagerung des Problems durch die voreilige Aufgabe eines Müllsammelplatzes, wie dem am Westring. Die Aufgabe eines Müllsammelplatzes, ohne ein schlüssiges Konzept erstellt zu haben, ist für mich rein plakatives Handeln. Daher ist hier zuerst aha in der Pflicht, dieses Konzept zu erstellen“, so Koehler.

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