Finissage von Maria Trezinski in Lehrte

Feuerwanzen, Engerlinge, Ameisen und andere Insekten interessieren Maria Trezinski aufgrund ihrer Oberfläche, Textur und Haptik als Motiv für ihre Gemälde. Einzeln oder zu zweit werden sie bildfüllend ins Format gesetzt und unabhängig davon, ob es sich um Leinwände von 200 x 140 Zentimetern oder Holzflächen von 10 x 10 Zentimetern handelt, findet eine Vergrößerung gegenüber der Realität statt. Bei der Darstellung entwickelt die Künstlerin eine eigenständige Formensprache, bei der die verschiedenen Insektenarten erkennbar bleiben, ohne dass sie sich in Details verliert. Delikate Farbverläufe trotz teilweise kräftiger Farben, gestische Pinselstriche und der Einsatz von Sprühfarbe erzeugen eine Darstellung, die den Insekten Lebendigkeit verleiht und ihre vielfältige Erscheinung hervorhebt.
Der Artenreichtum und die Bedeutung von Insekten für Naturkreisläufe stehen in einem Missverhältnis zur Aufmerksamkeit, die sie erhalten. Während die Überlebensfähigkeit und die arbeitsteilige Gemeinschaftsbildung fasziniert, erzeugen die Wehrhaftigkeit und das teils massenhafte Vorkommen Frucht oder Ablehnung. Als Symbol und Motiv in der Kunst- und Kulturgeschichte spielen seit dem Alten Ägypten bis zu zeitgenössischen Darstellungen eine Rolle.
Die Ausstellung mit Werken von Maria Trezinski ist Teil der IntraRegionale 2026, einer Kooperation von zehn Kunstinstitutionen in Hannover und der Region, die sich diesmal den Insekten in der Kunst widmet. Das Insektenbündnis ist bei der Vermittlung beteiligt. Weitere Informationen gibt’s im Internet.
Die Ausstellung in Lehrte endet am 19. Juni 2026. Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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