Baugrunduntersuchungen für die Stromleitung Landesbergen – Mehrum in Lehrte und Burgdorf

Experten-Team prüft in der Zeit zwischen 27. Juli und 18. Oktober mit Drucksondierungen und Bohrungen die Böden an möglichen Standorten für Masten und Schutzgerüste für die Überlandleitung in mehreren Abschnitten.
Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany plant den Neubau der 380-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Landesbergen und Mehrum/Nord, die die bestehende 220-kV-Leitung ersetzen wird. Nachdem die Baugrunduntersuchungen im Abschnitt 3 zwischen Ahlten und dem Umspannwerk Mehrum/Nord erfolgreich abgeschlossen wurden, rücken nun die Bodenprüfungen im Abschnitt 1 und 2 in den Fokus.
Test in einzelnen Schritten
Die von TenneT beauftragte Fachfirma führt die Arbeiten gestaffelt durch. So können die einzelnen Standorte nacheinander untersucht und die Eingriffe vor Ort zeitlich begrenzt gehalten werden. Los geht es in Lehrte und Burgdorf. TenneT hat alle betroffenen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer über Art, Umfang und Dauer der jeweiligen Baugrunduntersuchungen auf deren Flächen informiert. Zudem hat TenneT die Arbeiten in den betroffenen Gemeinden durch ortsübliche Bekanntmachungen angekündigt.
Blick unter die Oberfläche
Ziel der Baugrunduntersuchungen ist es, Informationen über die Bodenbeschaffenheit zu ermitteln, die vor allem Aufschluss über die Standfestigkeit, der neu zu errichtenden Strommasten bringen. Hierzu führen die von TenneT beauftragten Experten an den möglichen Maststandorten Drucksondierungen und Bohrungen durch.
Der Arbeitsablauf
Bei den Drucksondierungen wird eine Sonde über ein Gestänge in den Boden gedrückt. Die Analyse des Untergrunds erfolgt über die Auswertung des Spitzendrucks und der Mantelreibung. Je Standort ist zudem eine sogenannte Trockenkerndrehbohrung geplant. Hierbei schlägt oder dreht ein spezielles Bohrgerät ein hohles Stahlrohr in den Boden. Dieses wird im Anschluss herausgezogen und entleert. Die entnommenen Proben werden in Laboren analysiert.
Die Drucksondierungen dauern je Standort etwa einen Tag, die Bohrungen vier bis fünf Tage. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Bohrlöcher fachgerecht verfüllt. Abfälle und überschüssiges Bohrgut werden ordnungsgemäß entsorgt.
Zur Baugrunderkundung der Schutzgerüststandorte sind an jeder Bauwerksfläche jeweils zwei bis vier Kleinrammbohrungen und Rammsondierungen auszuführen. Hier ist mit einem Zeitaufwand von zirka ein bis zwei Tagen je Fläche zu rechnen.
Zeitraum der geplanten Maßnahmen in Lehrte und Burgdorf
Die Baugrunduntersuchungen in Lehrte und Burgdorf starten am 27. Juli 2026 und enden voraussichtlich am 18. Oktober 2026. Der genaue zeitliche Ablauf hängt von den äußeren Umständen ab, beispielsweise den örtlichen Gegebenheiten, den Wetterverhältnissen und dem Sondierungsfortschritt.
Betretung und Befahrung
Für die Baugrunduntersuchungen ist es erforderlich, dass die Mitarbeiter der von TenneT beauftragten Firma Grundstücke betreten sowie Wald- und landwirtschaftliche Wege befahren. Darüber hinaus werden zeitweise Abstellflächen in Anspruch genommen, etwa um die erforderlichen Geräte, Fahrzeuge, Werkzeuge und Materialien an- und abzutransportieren. Sollte es trotz aller Vorsicht bei den Arbeiten zu Flurschäden kommen, werden diese selbstverständlich entschädigt.
Nächste Schritte
Parallel zu den Baugrunduntersuchungen werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt 2 fertiggestellt. Die Einreichung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde ist für Spätsommer 2026 vorgesehen. Zur Offenlage und den Beteiligungsmöglichkeiten informiert TenneT rechtzeitig.
Weitere Informationen zu den Bekanntmachungen der Baugrunduntersuchungen finden Sie im Internet.
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