Kleines Fest im Großen Garten wieder auf Erfolgskurs: Desimo bringt Leichtigkeit zurück

Kleines Fest im Großen Garten wieder auf Erfolgskurs: Desimo bringt Leichtigkeit zurück
Die Jüngsten freuten sich bei "Bubble on Circus" - Foto: ACO
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Drei Tage vor dem Veranstaltungsfinale in den Herrenhäuser Gärten hatte selbst der Wettergott ein freundliches Einsehen für Akteure und Besuchern. „Am Hauptbahnhof in Hannover gießt es gerade in Strömen, hier im Großen Garten ist der Kelch an uns wohl augenscheinlich vorübergegangen“, so begrüßte freudestrahlend der neue künstlerische Leiter Desimo sein erwartungsfrohes Publikum. Und die hoffnungsvollen Erwartungen wurden in vielerlei Hinsicht nicht nur erfüllt, sondern auch kleinste Punkte fanden Berücksichtigung bei der Neuausrichtung der beliebten Veranstaltung in der Landeshauptstadt.

Selbst Kleinigkeiten wie die hervorragend, gut lesbar positionierten Hinweispfeile zu den einzelnen Bühnen im verwirrenden Wegelabyrinth trugen dazu bei, dem diesjährigen Motto „Schön hier“, Rechnung zu tragen. Gastronomische Vielfalt sowie umfangreiche Sanitäranlagen ergänzen die 40. Ausgabe mit einem bunten und vielfältigen Programm wie eh und je. Mit dabei waren mehr als hundert nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler in verschiedenen Acts aus unterschiedlichen Genres wie Varieté, Zirkus, Clownerie, Akrobatik, Comedy, Kabarett, Live- Musik, Tanz bis hin zu magischen Walk Acts.

Auf der größten Veranstaltungsfläche begeisterte zum Beispiel das „GoGo Home Project“ mit einer modernen, spektakulären Flugtrapezshow im Geiste des Berliner Nachtlebens sein Publikum über 40 Minuten. Fliegende Menschen wirbeln über den Großen Garten in dreizehn Metern Höhe zwischen Masten, Seilen, Plattformen und Trapezstangen, schlagen Saltos und Pirouetten in der Luft, fangen sich gegenseitig und fallen in die Tiefe. Aber auch die vielen anderen Programmpunkte bieten hervorragende Unterhaltung für jeden Geschmack und für Groß und Klein.

Besonders freut sich das ältere Publikum über die jüngsten Gäste, die bei einigen Darbietungen von den Hauptakteuren dann „freiwillig“ zum aktiven Mitmachen bei der Vorführung anvisiert werden – und einige „Kandidaten“ dann lieber fluchtartig mit einem Haken in der Hecke untertauchen.

Die Trapezgruppe vom GoGo Home Projekt begeisterte die Gäste – Foto: ACO

Die langjährigen Fans des Kleinen Fests konnten sich freuen auf die Klappmaulpuppe Herr Momsen, der gleichzeitig philosophisch und schnoddrig über das Leben nachdenkt, sowie auf Frans Custers, der allerdings nicht als Clown Frans auftrat, sondern dem Publikum als Wahrsagerin Marthilda Sliert die nahe und Zukunft prophezeite. Alte und neue Gäste freuten sich über traditionsreiche Walk Acts wie Art Tremondo, Teatro Pavana oder das Traum Tanz Theater mit seinen neu entwickelten Figuren Tag- und Nachtfalter.

Der Neustart ist den Publikumsreaktionen nach zu urteilen einfach gelungen, trotz einer sehr kurzen Vorbereitungszeit, und sendet positive Signale, dass das Kleine Fest zu alter „Größe“ zurückgekehrt ist.

Joachim Otte/JPH

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