Von Frankfurt den Siegeswillen lernen: Hannover 96 trifft auf Stuttgart

5. Oktober 2018 @

2500 Fans werden den ehemaligen 96-Trainer Tayfun Korkut mit seinem Team aus dem Schwabenländle an die Leine bergleiten. Hier trifft der dann auf eine sehr verunsicherte Mannschaft von Hannover 96 mit ihrem Trainer André Breitenreiter. Beide Teams spielen das wohl spannendste Duell des Spieltages, denn es geht um die Etablierung im Keller der Liga. Stuttgart ist auf dem Relegationsplatz mit fünf Punkten, Hannover auf dem letzten Platz mit zwei Punkten. Denn verliert Hannover das Spiel, bleibt das Team dort für etwas längere Zeit, denn der Nutzer des 17. Platzes hätte dann schon drei Punkte Vorsprung.

Siegeswillen von Frankfurt lernen und gegen Stuttgart umsetzen, fordert Trainer André Breitenreiter – Foto: JPH

Siegt Hannover, das bei den Buchmachern vor einem Unentschieden noch leichter Favorit ist , bleibt man wenigstens mit ebenfalls fünf Punkten an Stuttgart, Schalke oder Düsseldorf dran. Dazu muss es aber am Sonnabend klappen – und die Fans, wie es sich Manager Horst Heldt und Trainer Breitenreiter wünschen, voll hinter der Mannschaft stehen. Pech für Hannover, denn Linton Maina fällt definitiv aus, Füllkrug, Torschütze Nr. 1 bei den Roten, steht noch auf wackligen Füßen. Die übrigen (körperlichen) Blessuren sind laut Trainer bei den anderen Spielern geheilt, die mentalen sind (noch) nicht zu bewerten.

Natürlich ergaben sich die Fragen am Donnerstag von selbst, dominiert von der Tabellensituation und den möglichen Maßnahmen, um die Lage zu verbessern. „Natürlich ist die Lage unschön. Wir hatten uns mehr vorgenommen als wir bisher erreicht haben“, so der Trainer. „Nun müssen wir die Ärmel hochkrempeln, an uns glauben und Ruhe bewahren.“ Dabei haben alle eine hohe Eigenmotivation, bestätigt er.

Aktionismus ist jetzt der falsche Ansatz, so Manager Horst Heldt – Foto: JPH

So habe man auch den Optimierungsbedarf jeden Einzelnen besprochen, um sich zu verbessern und die Lehren aus der Negativphase zu ziehen. „Ich bin von der Mannschaft und vom Kader überzeugt und nun muss jeder seinen Teil dazu beitragen“, sagt der Manager Horst Heldt. Dabei meint der Trainer, dem der Präsident ja eine Vertrauensnote ausgestellt hatte, vom letzten Gegner lernen zu können: „Wir wollten den Sieg, aber Frankfurt wollte es einfach mehr als wir. So müssen wir es gegen Stuttgart zeigen.“

Für Sonnabend stehen auch wieder Spieler wie Elez, Haraguchi, Wimmer und Asano auf der Liste, die der Trainer einplanen könnte. Hinter Füllkrug steht das große Fragezeichen, dafür könnten Wood oder Weydandt starten – oder Muslija, der mit seinem Einsatz in Frankfurt sich gut empfahl. Vielleicht sieht das Team ja so aus: Esser, Sorg, Anton, Felipe/Elez, Wimmer, Alornoz/Ostrzolek, Schwegler, Bebou, Walace/Bakalorz, Haraguchi, Asano, Füllkrug/Wood/Weydandt. Wie auch immer- Hauptsache, am Ende bleiben drei Punkte auf dem Konto – über das „wie“ wird dann nicht mehr gesprochen.

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