Schwierige Ausgangssituation: Recken treffen auf Deutschen Meister

27. September 2018 @

Der TSV Hannover-Burgdorf gelang am 26. Dezember im vergangenen Jahr ein Meilenstein. Erstmals in ihrer Bundesligahistorie konnten Die Recken beim 27:27 Unentschieden etwas Zählbares aus der Flens-Arena mit auf die Heimfahrt nehmen. „Das war damals ein richtig gutes Spiel von uns“, erinnert sich Spielmacher Morten Olsen gerne zurück. Die Vorzeichen vor dem erneuten Duell am Donnerstag sind aber andere als beim damaligen Vergleich. „Wir haben einige namhafte Ausfälle zu verkraften. Zudem wird Flensburg bestimmt extra motiviert sein, nachdem wir ihnen im letzten Jahr drei Punkte abgenommen haben“, rechnet Olsen mit einer ganz schwierigen Aufgabe für Die Recken.

Morten Olsen ist in Flensburg mit dabei – Foto: TSV Hannover-Burgdorf/Archiv

Der dänische Nationalspieler gehört neben Fabian Böhm und Nejc Cehte zu den gesunden Rückraumspielern im Team von Trainer Carlso Ortega. In Kapitän Kai Häfner (Bauchmuskelprobleme), Mait Patrail (Bandscheibenvorfall) und Pavel Atman (Bänderriss im Sprunggelenk) hat sich eine komplette Rückraumreihe abgemeldet. Trotz der verschärften Personallage setzen die Niedersachsen auch in Flensburg auf ihren starken Unterbau um Nachwuchskreisläufer Joshua Thiele.

„Die Medaille hat immer zwei Seiten. Die jungen Spieler geraten jetzt verstärkt in den Fokus und wir erhoffen uns von ihnen nicht nur gute Trainingsleistungen, sondern auch wertvolle Minuten in den Pflichtspielen. Klar ist, dass wir nicht mit sieben Spielern durchspielen können und die Entlastung von den jungen Akteuren daher dringend benötigen“, ist Ortega froh, dass es in der Reckenschmiede zahlreiche Talente gibt.

Um beim Deutschen Meister bestehen zu können, brauchen Die Recken am heute Abend eine außergewöhnliche Leistung. Die Gastgeber haben sich in der DKB Handball-Bundesliga bislang fehlerlos gehalten. „Wir wissen, dass das eine sehr schwere Aufgabe wird, aber ich bin kein Freund davon, vorab schon die weiße Fahne zu hissen. Wir werden uns nicht kampflos ergeben“, gibt sich der Coach trotz der prekären Personalsituation kämpferisch.

Dass die SG Flensburg-Handewitt schlagbar ist, hat die Heimniederlage in der Champions League gegen Zagreb vor Wochenfrist bewiesen. „Der Torhüter von Zagreb hat in der zweiten Halbzeit unglaublich gehalten, das würde uns natürlich auch sehr gut zu Gesicht stehen“, erklärt Ortega. „Wir müssen vorne clever angreifen, um Flensburg nicht die Kontertore zu geben, die sie so gerne haben wollen“, weiß Morten Olsen um das starke Konterspiel der Norddeutschen.

Eins ist aber bereits vor dem Anwurf am Donnerstagabend klar. Die Recken brauchen eine außerordentlich gute Leistung, wenn sie dem hohen Favoriten wie vor knapp neun Monaten erneut ein Bein stellen wollen.

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