Jedes Spiel ist wichtig, nicht nur die nächsten drei

3. Februar 2018 @

Hannover 96 trifft im kleinen Nordderby am kommenden Sonntag um 18 Uhr auf den HSV mit neuem Trainer Bernd Hollerbach und vielleicht wiedererstarkter Moral nach dem Unentschieden bei RB Leipzig.  Natürlich ist im Moment jedes Spiel gegen Mannschaften, die in der Tabelle hinter den Hannoveranern stehen, ein Sechs-Punkte-Spiel, doch der Cheftrainer der Roten sieht diese Interpretation nicht ganz so. Er betont, dass „jedes Spiel wichtig für den Klassenerhalt ist“ und will den Blick nicht nur auf die kommenden drei Matches richten.

Andre Breitenreiter will mit seinem team beim HSV gewinnen – Foto: JPH

Am Sonntag kann er wohl auch wieder auf Niklas Füllkrug zurückgreifen, ihn eventuell mit Martin Harnik gemeinsam stürmen lassen und wird auch wieder Philipp Tschauner ins Tor stellen – eine Frage, die sich nach dem entscheidenden Patzer gegen Wolfsburg sicher viele Fans stellten. „Aber eigentlich wählen wir immer eine optimale Aufstellung“, so Breitenreiter, „das werden wir auch Sonntag so halten. Einige Spieler sind in der Anfangsaufstellung, andere kommen von der Bank, um dem Spiel wieder Impulse zu verleihen.“

Doch auch der HSV wird gewinnen wollen. Er steht unter Druck, sieht Breitenreiter, hat einen neuen Trainer, was für Euphorie sorgt und ist das Spiel gegen den Abstieg seit Jahren gewöhnt. Zudem will er sicher zuhause ein gutes  Bild abgeben.  Er wird  aber trotz neuem Trainer nicht alles sofort umstellen können und so rechnet der Cheftrainer weiterhin mit langen Bällen und einem intensiven Kampf um den zweiten Ball.  „Wir wollen dagegen halten und unser Spiel durchsetzen.  Und wollen gewinnen, wie der HSV auch.“

Kapitän Philipp Tschauner bleibt im Tor – Foto: JPH

Der Patzer von Philipp Tschauner vom vergangenen Wochenende, der das Team drei Punkte kostete, ist besprochen und das Vertrauen gibt Breitenreiter seiner Nummer auch gegen den HSV. Inwieweit das auf Bewährung ist, ließ er sich nicht entlocken. Aber das mit Michael Esser ein starker Konkurrent hinter ihm steht, ist jedem klar. Auch von einem starken Einsatz von Felix Klaus, der sich in der kommenden Saison dem VfL Wolfsburg anschließen will,  ist Breitenreiter überzeugt. Das sieht auch Manager Horst Heldt so: „Klaus ist ein Super-Kerl, der noch bei uns agiert. Es ist kein Frevel zu wechseln. Schade für uns, dass er sich so entschieden hat.“

Wie der Auftritt der Roten sich morgen gestaltet – Schalke- oder Wolfsburg-artig – werden sich 2222 Fans ansehen, die mit der Mannschaft an die Elbe reisen.

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