Die Rückrunde für Hannover 96 beginnt jetzt

20. Dezember 2019 @

Mit etwa 35 000 Zuschauern rechnet Hannover 96 am morgigen Rückrundenstart um 13 Uhr in der HDI Arena am Maschsee. Die sollten tunlichst mit dem ÖPNV anreisen, denn auf dem Schützenplatz gastiert zeitgleich der Winterzirkus 2019. Und man hofft bei Hannover, dass der Auftritt der Mannschaft nicht dem ähneln wird. Denn nun gilt es, die neue „Heimstärke“ unter Beweis zu stellen.

Schwierige Aufgabe wartet auf Cheftrainer Kenen Kocak – Foto: JPH

Das allerdings dürfte für die Gastgeber etwas problematisch werden. Zwar hat Trainer Kenan Kocak seinem unverbrüchlichen Optimismus – gepaart mit einem sphinxähnlichen Geheimnisgesicht um die Taktik – den Siegeswillen seines Teams beschworen. Doch die Abwehrlage könnte ihn Lügen strafen. Denn mit dem Ausfall von Julian Korb auf der rechten Seite steht dort kein weitere Ersatz zur Verfügung. Daher muss möglicherweise von der linken Seite ein Abwehrspieler aushelfen, was dazu führen könnte, das sowohl Elez und Anton (innen) wie Miiko Alobornoz (links) und Jannes Horn (rechts) auflaufen könnten. Dann dürfte aber kein spielbedingter Ausfall in der Abwehr mehr geschehen. Die Dauerbaustelle bedarf dringend der Sanierung, um im Bild zu bleiben, in der Winterpause. Wozu Kocak übrigens auch nichts sagen wollte.

Möglich wäre es, dass Cedric Teuchert als Mann mit der Maske in den Kader zurückkehrt. Aber er wird für 90 Minuten weder die Kraft haben, noch die Physis mit dem Handicap. Vielleicht wäre es ja eine Lösung, mit der Mannschaft aufzulaufen, die gegen Bochum in der zweiten Hälfte auf dem Platz stand – ausgenommen Korb, den Edgar Prib ersetzen könnte. Warum nicht mal versuchen, sich nicht für die zweite Hälfte die „Luft“ aufzuheben, sondern gegen Ende dann schwächende Spieler auszutauschen. Vorlegen statt nachrennen! Zudem hat der Trainer den Nachwuchsspieler Sebastian Soto gelobt, sodass die Vermutung naheliegt, dass der sich Hoffnung auf einen Einsatz machen darf.

Denn Kocak will kampfstarke, siegeswillige Spieler auf dem Platz sehen. „Ich will Siegertypen und keine Spieler, die nach zwei Siegen meinen, jetzt läuft es von allein. Ich brauche Leute, die jede Woche versuchen, das Maximale rauszuholen“, sagte er am Donnerstag. Damit ist die Marschroute für den 19-Mann-Kader für Sonnabend schon festgelegt: Es geht nur über den Kampf. Denn mit Stuttgart kommt ja ein Team nach Hannover, das zu den besten und teuersten der Liga gehört – und das eigentlich unter Wert auf Platz 3 steht. Dort steht Trainer Tim Walter auch unter Druck, dem nur Philipp Förster und Nathaniel Phillips fehlen werden.

Hannovers reduzierter Kader von nur 19 Spieler dürfte so aussehen: Ron-Robert Zieler, Michael Esser, Josip Elez, Miiko Albornoz, Marvin Bakalorz, Edgar Prib, Genki Haraguchi, Linton Maina, Sebastain Soto, Marvin Ducksch, Marc Stendera, Emil Hansson, Dennis Aogo, Jannes Hron, Matthias Ostrzolek, Hendrik Weydandt, Waldemar Anton, Niklas Tarnat und Florent Muslija.

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