„Das Spiel vom vergangenen Jahr vergessen machen“: Pokalspiel 96 gegen VfL Wolfsburg

30. Oktober 2018 @

„Wir wollen das Spiel vom vergangenen Jahr vergessen machen“, so di ansage von Trainer André Breitenreiter vor dem heutigen Pokalspiel gegen exakt den Gegner, gegen den sich sein Team 2017 so blamiert hatte.

Mit gemischten Erwartungen geht es für Andre Breitenreiter in Pokalwettbewerb  heute – Foto: JPH/Archiv

Doch geht das nach dem über lange Zeit so desolaten Auftritt der Mannshaft von Hannover 96 überhaupt? „Wir haben das Spiel gegen Augsburg kurz besprochen und es nun schnell abgehakt. Die erste 60 Min waren nicht gut und entsprechend haben wir zu recht verloren“, so der Trainer auf die Frage, wie man sich mental auf das Spiel am Dienstagabend, 18.30 Uhr in der HDI Arena, eingestellt habe. „Aber der Pokal ist ein anderer Wettbewerb. Und wir wollen jedes Spiel gewinnen.“

Immerhin hat Hannover mit dem 6:0 bei Karlsruhe eine gute erste Pokalrunde gespielt und man sieht an der Leine eine 50 zu 50 Chance gegen den Bundesligakonkurrenten aus der Autostadt. Immerhin, so meint der Trainer, spiele man dieses Mal zuhause und mit den heimischen Fans im Rücken. Ob die allein ausreichen, darf selbst in der Mannschaft bezweifelt werden. „Wolfsburg hat eine Mannschaft mit Erfahrung und gestandenen Spielern, die nach dem Düsseldorf-Spiel sicher viel Selbstvertrauen haben dürfte. Daher müssen wir eine konstante Leistung über 90 Minuten bringen“, ist Breitenreiter klar – und genau daran hat es ja gegen Augsburg gehapert. Die ersten 60 Minuten fand Hannover da ja nahezu gar nicht statt. Da ist viel Luft nach oben drin – doch ob die jetzt gefüllt wird, muss die Mannschaft nun auf dem Platz zeigen. Insofern ist es gut, dass so schnell nach der Niederlage –anerkanntermaßen durch den Schiri begünstigt – wieder die Möglichkeit zur Rehabilitation besteht.

Philipp Tschauner steht im Tor heute – Foto: JPH

Wer allerdings die Chance bekommen wird, daran mitzuwirken, ist bis auf den Schlussmann offen. Im Pokal, so war es bereits vergangenes Jahr, die Nummer 2 stehen: 2018 also Philipp Tschauner. Vielleicht werden man zudem frische Kräfte bringen: „Wir werden die Mannschaft bringen, die das Spiel gewinnen kann. Denn wir wollen in die nächste Runde einziehen“, so Breitenreiter am Montagnachmittag. „Es gibt Spieler, die ihre Wehwehchen haben und Spieler, die eine Chance verdient haben.“ Name allerdings nennt der Trainer weder für die ein, noch die andere Kategorie. Genauso wenig will er über die Taktik reden, denn der Gegner hört mit. Zudem erfolge die Kaderbenennung erst am Dienstag, ein bekanntes Fragezeichen steht allerdings schon mal hinter Marvin Bakalorz, der krankheitsbedingt Sonnabend fehlte.

Auch eine Diskussion über eine Pause für Füllkrug gibt es, eine Startelf-Nominierung für Henrik Weydandt oder Florent Muslija – aber alles ist derzeit Spekulation. Ist „Fülle“ spielbereit, dürfte er dabei sein – wobei auch ein Sturmduo Weydandt – Füllkrug vom Trainer nicht verneint oder bejaht wird. „Dies ist ein Spiel gegen einen Bundeslisten und von daher schwierig. Wir erwarten ein intensives Spiel gegen Wolfsburg. Es ist ein KO-Spiel zweier starker Mannschaften.“ Dabei ist der Faktor „Heimspiel“ natürlich immer von Vorteil, mit den Fans im Rücken.

„Wir wollen in 90 Minuten gewinnen – auch in 120 oder im Elfermeterschießen, wenn es sein muss“, dann sei alles vom Sonnabend wieder vergessen, so der Trainer.

 

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