Johanniter-Weihnachtstrucker zurück – Pakete für die Ukraine im Zielgebiet

Johanniter-Weihnachtstrucker zurück – Pakete für die Ukraine im Zielgebiet
Der Konvoi der Weihnachtstrucker auf dem Weg nach Rumänien - Foto: Johanniter

Nach fünftägigem Einsatz konnten die 15 Johanniter-Weihnachtstrucker des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen am Freitagmittag, 30.12.2022, erschöpft, aber gesund wieder von ihren Familien in die Arme geschlossen werden.

„Wir freuen uns, dass unsere Hilfe für die Menschen in der Ukraine im rumänischen Bistritz angekommen ist. Und wir freuen uns umso mehr, dass alle Johanniterinnen und Johanniter gesund aus dem Einsatz wieder zu ihren Familien zurückgekehrt sind“, sagt Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen/Bremen.

Von Bistritz weiter in die Ukraine

Über das Johanniter-Logistikzentrum in Bistritz sind bereits seit Anfang des Ukraine-Krieges über 40 Johanniter-Hilfstransporte in die Ukraine gestartet. Langjährige Partner wie das Deutsch-Ukrainische Forum organisieren zusammen mit den Johannitern den Transfer der Hilfsgüter innerhalb der Ukraine. Über Bistritz gelangen jetzt die Weihnachtstrucker-Pakete etwa nach Odessa, Poltawa, Kiew, Schytomyr oder Iwano-Frankiwsk. Zur Verteilung der Pakete werden die Johanniter auf die bestehenden ukrainischen Logistikketten zurückgreifen.

In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages waren die Helfer in Wunstorf in Richtung Rumänien aufgebrochen. Mit drei vollgepackten Lastzügen und zwei Begleitfahrzeugen hatte der Konvoi am Dienstag nach 36-stündiger Fahrt den Zielort in Bistritz erreicht. Nach der dringend nötigen Nachtruhe konnten die Hilfsgüter im Logistikzentrum umgeladen werden, sodass die erste Ladung sofort weiter in die Ukraine nach Kiew transportiert werden konnte.

Auch in Rumänien geholfen

Auch in Rumänien halfen die Weihnachtstrucker den Kollegen, ihre Pakete zu verteilen – Foto: Johanniter

Danach unterstützten die Johanniter aus Niedersachsen/Bremen spontan noch die Kollegen vom Weihnachtstrucker aus Landshut, die eine Verteilaktion in einer Romasiedlung rund 40 Kilometer vom rumänischen Dej entfernt organisiert hatten.

Dabei nahmen die Ehrenamtlichen viele Eindrücke mit. „Es ist eine ganz andere Welt, eine ganz andere Lebensrealität und Mentalität“, erzählt Christoph te Uhle aus Celle. Hans-Georg Eggert aus Stade berichtet von emotionalen Begegnungen mit den Bewohnenden aus dem Dorf. Viele der Bedürftigen seien den Johannitern aufgeschlossen und freundlich gegenübergetreten. Helferin Jessica Jahn aus Wunstorf fasst es zusammen: „Eine krasse Erfahrung, die ich sicherlich nicht vergessen werde.“ Letztlich sei es auch infrastrukturell eine andere Welt und nicht mit westeuropäischen Maßstäben vergleichbar, zum Beispiel mit Blick auf Hygienestandards und sanitäre Anlagen.

Über 4.600 Pakete auf Tour – 39 davon aus Sehnde

Wochenlang hatten die Johanniter in Niedersachsen und Bremen für die Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker Pakete gesammelt. Insgesamt wurden 4623 Pakete im Landesverband Niedersachsen/Bremen gesammelt, 3960 Pakete sind direkt mit dem Konvoi auf die Reise via Bistritz in die Ukraine geschickt worden. Über weitere 5000 Pakete werden in den kommenden Wochen noch gefahren. Zusätzlich wurden über 1000 virtuelle Pakete online aus der Bevölkerung im Gebiet Niedersachsen und Bremen gepackt.

Die Bescherung für Rumänien kam aus Landshut – Foto: Johanniter

„Wir haben tatkräftige Unterstützung erhalten. Alle Beteiligten haben sich mit viel Herzblut eingebracht und die Hilfe erst möglich gemacht“, sagt Konvoileiter Christian Hoffer aus Wunstorf. Der 41-Jährige gehört zum 15-köpfigen Konvoiteam, dessen Mitglieder aus den Johanniter-Ortsverbänden Stade, Celle, Salzgitter, Wunstorf-Steinhuder Meer und Oldenburg stammen.

Für 2023 planen

„Wir sagen von ganzem Herzen Danke! Das Projekt Weihnachtstrucker ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Mein Dank geht an alle Paketpackenden in Niedersachsen und Bremen und all diejenigen, die sich auf die ein oder andere Art und Weise eingebracht und unterstützt haben. Zudem geht mein Dank an die ehren- wie hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen in den Johanniter-Verbänden, die alles vorbereitet haben. Und ganz besonders an die 15 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, die die so nötige Hilfe für die Ukraine nach Rumänien gebracht haben, obwohl sie vielleicht gern noch mit ihrer Familie Weihnachten gefeiert hätten. Auch diesen gilt unsere Anerkennung für den Rückhalt, den sie den Ehrenamtlichen für das Projekt schenken“, würdigt Landesvorstand Hannes Wendler die besondere Arbeit.

Da der Johanniter-Weihnachtstrucker auch 2023 wieder auf Tour gehen möchte, können Hilfswillige das Projekt das ganze Jahr über mit Spenden unterstützen. Diese sind möglich unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker.

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