Jahresübung der Regionsfeuerwehrbereitschaften II und III in Uchte

Jahresübung der Regionsfeuerwehrbereitschaften II und III in Uchte
Koordination im Einsatzleitwagen – Foto: A. Jeschonnek

Die Regionsfeuerwehrbereitschaften stehen bereit, wenn bei größeren Schadenslagen die Stadt- und Gemeindefeuerwehren an ihre Leistungsgrenzen stoßen oder der Katastrophenfall ausgerufen wird. Dabei werden die fünf Bereitschaften nicht nur in der Region Hannover, sondern auch in anderen Landkreisen und anderen Bundesländern eingesetzt. In den vergangenen Jahren gehörten Hochwassereinsätze an der Elbe und der Innerste sowie der Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände in Meppen dazu. Der letzte größere Einsatz war im Sommer 2021 beim Jahrhunderthochwasser in Nordrhein-Westfalen.

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, üben die fünf Regionsfeuerwehrbereitschaften (RFB) mit jeweils rund 150 Einsatzkräften einmal im Jahr gemeinsam. Für die Bereitschaften II und III ging es am Sonnabend, 08.10.2022, nach Uchte im Landkreis Nienburg, wo die Kameraden der Kreisfeuerwehr Nienburg die Lagen für die Einsätze vorbereitet hatten.

RFB III startet in den EInsatz

Bereits am frühen Morgen rückte die RFB III, die sich aus Einsatzkräften und Fahrzeugen der Städte Hemmingen, Laatzen, Pattensen und Springe zusammensetzt, vom Sammelpunkt an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg ab. Vor Ort warteten dann eine Reihe von Einsatzszenarien auf die Feuerwehren aus der Region Hannover.

Atemschutzgeräteträger gehen in den Einsatz – Foto: A. Jeschonnek

Ein Feuer auf dem Gelände des Torf- und Humuswerkes Uchte hatte sich zu einem Großbrand entwickelt. Dabei stellte die Rettung von vier vermissten Monteuren in der verqualmten großräumigen Halle, deren Keller nur über eine Leiter erreichbar war, eine besondere Aufgabe für die unter Atemschutz vorgehenden Einsatzkräfte dar.

Ein Vegetationsbrand auf dem Torfabbaugelände, wo ein Traktor durch einen technischen Defekt ein Feuer ausgelöst hatte, musste gelöscht werden. So etwas kann dauern, da Moorbrände unter der Oberfläche weiterschwelen können.

Der Wasserförderungszug hatte die Aufgabe, über lange Schlauchleitungen das Wasser von Bohrbrunnen und Zisternen zu den Einsatzstellen zu fördern. Die längste Strecke betrug 1.300 Meter.

An einer anderen Stelle hatten Kinder im Moor am Beladebereich der Loren gespielt und sind dabei unter eine Lore geraten. Das Anheben der schweren Lore im Torfgelände gestaltet sich aufgrund des weichen und nachgebenden Bodens als besonders schwierig heraus.

Wie die Bereitschaftsführer abschließend feststellten, wurden die verschiedenen anspruchsvollen Aufgaben der Gefahrenabwehr von den beteiligten Feuerwehren alle erfolgreich bewältigt.

Technische Hilfeleistung und Menschenrettung – Foto: A. Jeschonnek

RFB II übernahm den Einsatz

Ein weiteres Ziel der Übung war das Üben das gemeinsame Nutzen von Ressourcen und das Ablöse- und Übergabeverfahren zweier Regionsfeuerwehrbereitschaften. Denn gegen Mittag löste die RFB II, die sich aus Einsatzkräften und Fahrzeugen der Städte Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Seelze sowie der Gemeinde Wennigsen zusammensetzt, die abgekämpften Einheiten der RFB III ab.

Der Bereitschaftsführer der RFB III berichtete, dass dies insgesamt gut funktionierte. Er räumte ein, dass aber auch Erkenntnisse gewonnen wurden, um es noch reibungsloser auszuführen.

Verpflegt wurden die rund 300 Teilnehmer durch die beteiligten Gerätewagen Küche der Verpflegungs- und Logistikzüge ihrer Bereitschaften. Damit hat sich das Konzept der Ausstattung aller fünf Regionsfeuerwehrbereitschaften mit einem „GW Küche“ erneut bewährt.

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