Gemeinsames Training für Notfallsanitäter, Arzt und Pflege

Gemeinsames Training für Notfallsanitäter, Arzt und Pflege
Teamarbeit gefragt: Berufsfeuerwehr Hannover, Pflege und Ärzte des KRH Klinikum Nordstadt trainieren an einer Simulationspuppe die Reanimation eines Patienten – Foto: KRH

„Was ist hier los?“, ruft eine Pflegerin und eilt zu Hilfe. Jetzt sind Schnelligkeit und Teamarbeit gefordert. In Sekunden füllt sich der Raum mit Pflegern, Ärzten und Notfallsanitätern. Während das Team aus Berufsfeuerwehr und KRH Mitarbeitenden versucht, das Leben des Patienten zu retten, sind noch Spezialisten der Berufsfeuerwehr dabei und führen akribisch Buch über den Einsatz. Sie achten genau auf die Abstimmung zwischen den Behandlern.

Training ist wichtig

Das Ganze ist eine Übung – Schnittstellentraining nennen das die Experten. Das Besondere: Die Übung findet unangekündigt und ohne Vorwarnung statt. Zeitgleich zu einer Dienstbesprechung klingelt das Telefon in der Nordstädter Notaufnahme. Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr Hannover melden einen vorerst stabilen Patienten mit Oberbauchschmerzen an, dieser wird auf dem Weg in die Notaufnahme reanimationspflichtig. Während ein Notfallsanitäter die Übungspuppe reanimiert, schiebt sein Kollege die Trage von der Rampe in einen freien Schockraum. Die extra knifflige Aufgabe: Das hauseigene Reanimationsteam steht nicht zur Verfügung, das soll die Gruppe aus Notfallsanitätern und Pflegern auf die Probe stellen. Sobald der Puppenpatient einen Puls anzeigt, setzen sich alle Beteiligten zur Manöverkritik zusammen.

Weitere Übungen stehen an

Um im Tagesablauf auf genau solche Fälle vorbereitet zu sein, sind solche Trainings extrem sinnvoll. Gemeinsam mit der Notallsanitäterschule der Berufsfeuerwehr Hannover hat das Team der Zentralen Notaufnahme des KRH Klinikum Nordstadt in diesem Jahr das so genannte Schnittstellentraining organisiert. Hier wird die Zusammenarbeit zwischen den Notfallsanitätern, Pflegern und Ärzten genau überprüft und auf mögliche Schwachstellen und Verbesserungspotentiale hin gesannt. „Für uns sind solche Trainings sehr wertvoll, um uns stetig zu verbessern“, betont Malte Feurer, Leiter der Zentralen Notaufnahme in KRH Klinikum Nordstadt.

In diesem Jahr stehen noch drei weitere Trainingseinheiten zusammen mit der aktuellen Abschlussklasse der Notfallsanitäterschule der Berufsfeuerwehr Hannover an. So wird unter anderem die Teamarbeit bei zwei Schwerverletztenversorgungen geschult. „Ich hoffe die Zusammenarbeit mit der folgenden Abschlussklasse fortsetzen zu können“ so Malte Feurer.

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