Denox-3-Sprengung am Sonnabend im Kraftwerk Mehrum

Eine weitere Sprengung auf dem ehemaligen Mehrumer Kraftwerksgelände ist am Sonnabend, 11.04.2026, erfolgt. Hierfür wurden ab 9 Uhr im großen Sicherheitsabstand Straßen rund um das Gelände durch die Polizei und die Feuerwehr Hohenhameln gesperrt.
Gesprengt wurde der 95 Meter hohe DETOX 3 – ein kleiner direkter Anbau am Kesselhaus – per „gestreckter“ Sprengung. Hier wird mit Schneidladungen gearbeitet, um eine linienförmige Wirkung zu erzielen. So werden Stahlträger präzise durchtrennt und eine schmale Trennung erzielt.
Langfristige Planung
Viele Monate wurde im Vorfeld schon seit vergangenem Jahr mit äußerster Präzision das Vorhaben geplant, da zwar ein kleiner, aber der bisher schwierigste Part der Sprengung anstand. Weitere Sprengungen erfolgen vermutlich noch im Spätsommer oder Herbst 2026 sowie im Frühjahr 2027.
Rund 100.000 Tonnen Schutt und wichtige Baustoffe fallen dadurch an. Die werden allerdings bereits nachhaltig weiter verwertet und auch auf dem Gelände selbst sowie in der näheren Umgebung genutzt und verbaut. Ein großer Teil des bisher angefallenen Schutts ist dort auch bereits genutzt worden.
Viele ehemals dort Beschäftigte und Anwohner kamen auf ein nahegelegenes Gelände und sahen von dort dem Spektakel gemäß den Anweisungen und Vorbereitungen der Verantwortlichen und des Sicherheitspersonals zu. Die Feuerwehr Hohenhameln und Polizei hatten dazu die weitläufige Sperrzone eingerichtet und die Situation vor Ort deshalb gut im Griff. Es funktionierte alles ohne jegliche Zwischenfälle und niemand musste eingreifen.
Sprengung erfolgreich
Die schwierige Sprengung verlief zur Erleichterung des Sprengmeisters Eduard Reisch, in Zusammenarbeit mit der Abrissfirma Bodo Freimuth und dem Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, reibungslos wie geplant und der Sprengkörper sackte zusammen und fiel weitestgehend flach zu Boden, was die weitere Bearbeitung wesentlich vereinfacht. Gegen 11.30 Uhr wurden dann nach Abzug des Staubes das Abbruchgelände und alle gesperrten Straßen wieder zur Befahrung freigegeben.
Im Anschluss wurden zur Feier des Tages und der gelungenen „Niederlegung“ alle Helfer, Beteiligte und Anwesende vom Kraftwerksbesitzer zu Freigetränken und Bratwürsten vor Ort eingeladen.
LAK/A. Hader/T. Schmidt/JPH
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