Verärgerung über Sackabfuhr – Toboldt: „Remondis muss Gelbe Säcke weiter abholen!“

Seit zwei Tagen stapeln sich die Gelben Säcke in den Sehnder Straßen; die Firma Remondis hat sie beim letzten Abholtag nicht entsorgt.

Der abfallpolitsche Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Toboldt, kritisiert das DSD – Foto: JPH/Archiv

Der Sehnder Regionsabgeordnete und abfallpolitischen Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Wolfgang Toboldt, der schon mehrfach seinen Unmut über das gesamte private Entsorgungssystem der Leichtverpackungen vom Dualen System Deutschland (DSD) geäußert hat, ist wieder einmal damit unzufrieden. Er fordert die für die Entsorgung der Gelben Säcke im Umland zuständige Firma Remondis auf, die Gelben Säcke sofort und weiter regelmäßig abzuholen: „Remondis hat einen Vertrag mit dem Dualen System Deutschland zur Abholung der Gelben Säcke im Umland bis Ende 2021. Wenn sie die Gelben Säcke nicht abholen, verhalten sie sich vertragswidrig. Das Duale System, das bundesweit die Entsorgung der Leichtverpackungen zu organisieren hat, muss entweder selbst oder über den für das Umland zuständigen Ausschreibungsführer Reclay gegebenenfalls mit Vertragsstrafen für die Abholung sorgen.“

Toboldt vermutet hinter dem Nichtabholen der Gelben Säcke „ein System“. Bereits in anderen Kommunen – wie Neustadt, Garbsen und Langenhagen – blieben nach seinen Angaben Gelbe Säcke liegen, die von Remondis „zum üblichen Entsorgungstermin hätten abgeholt werden müssen“. Grund könnte sein, vermutet Toboldt, dass Remondis ab 2022 den Sammelauftrag für die Gelben Säcke für das Umland an eine andere Firma verloren habe. „Trotzdem hat Remondis bis Ende 2021 die Verpflichtung, die Gelben Säcke abzuholen. Sie können nicht einfach ohne Folgen die Entsorgung einstellen. Aber so ist das vollkommen intransparente, privat organisierte bundesweite System der Entsorgung von Leichtverpackungen über das Duale System Deutschland aufgebaut. Da zählt nur, wie viel Geld man damit machen kann; Qualität zählt nicht. Die Bürgerinnen und Bürger müssen das ausbaden, indem jetzt tagelang Gelbe Säcke in den Straßen rumliegen“, so der SPD-Regionsabgeordnete.

Da die Vergabe seitens des DSD jeweils nur für drei Jahre erfolgt, ist für die Firmen die Planung der Investitionen und Personalanstellungen nicht sehr überschaubar. Deshalb sollte, so regt Aha-Chef Thomas Schwarz gegenüber der HAZ an, die Vergabe für etwa acht Jahre ausgeschrieben werden. Dann wären Personal und Material planbarer. Unbestätigten Informationen der SN zufolge soll ein mittelständisches Unternehmen, dass auch in Celle aktiv in der Entsorgung ist, ab 2022 die Abfuhr der gelben Säcke übernehmen.

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