AfD Sehnde nun auch gegen das Logistikzentrum im Gewerbegebiet „Sehnde-Ost“

Die AfD-Fraktion im Sehnder Stadtrat spricht sich zum Bebauungsplan Nr. 355 nun gegen die Ansiedlung des Logistikzentrums der Firma Delticom dort aus. Bekanntermaßen hat sich nach Bekanntwerden der Ansiedlungspläne des Unternehmens eine Bürgerinitiative in Rethmar gebildet, die im endgültigen Stadium des Satzungsbeschlusses aktiv geworden ist. Sie hatte mit rund 60 Personen die letzte Fachausschusssitzung besucht (SN berichtete) und dort ihre Position gegen die Ansiedlung dargelegt. Nun spricht sich Wolfgang Ostermeyer (AfD) im Namen seiner Fraktion gegen die Verlegung des Unternehmens von Höver nach Sehnde aus. Er greift dabei die Stadtverwaltung mit dem Bürgermeister Olaf Kruse an, wirft ihm Geheimniskrämerei vor  und schreibt:

Die Sehnder AfD-Fraktion mit Siegfried Reichert, Wolfgang Ostermeyer und Henning Franke (v.li.) ist gegen Delticom im Gewerbegebiet „Sehnde-Ost“ – Foto: AfD Sehnde/Archiv

>>Aus unserer Sicht ist die aktuelle Planung im Gewerbegebiet Sehnde-Ost mehr als unglücklich. Mit dieser von der Sehnder Verwaltungsspitze forcierten Weichenstellung für die Ansiedlung von Delticom wurde die Sehnder Kommunalpolitik vor vollendete Tatsachen gestellt – von der Beteiligung der Bürger ganz zu schweigen. Das kann bei einem Projekt dieser Größenord-nung nicht sein!

Hier wird ein optimaler Standort [Höver – Red.] in Autobahnnähe ohne Not ins Kerngebiet verlagert und ganz nebenbei noch ein Verkehrschaos erzeugt, bis zu 14 Hektar Fläche versiegelt und verheerende Sichtachsen geschaffen. Es ist zudem zu befürchten, dass bei einer Nachnutzung des bisherigen Delticom-Standorts in Höver weitere Verkehrsbelastungen auf das Stadtgebiet zukommen.

Da die Firma Delticom bis vor kurzem noch ein Sanierungsfall war, stellen auch wir uns die Frage, was passiert eigentlich bei einer Insolvenz? Das Hauptargument des Bürgermeisters waren schließlich die zu erwartenden zusätzlichen Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

Wir betrachten es als unfair gegenüber den Einwohnern in Sehnde und Rethmar, Neubaugebiete zu schaffen und damit Familien anzulocken, denen man dann kurz darauf einen gigantischen Hallenkomplex direkt vor die Tür stellt.

Solche umweltbeeinflussenden Projekte sind unserer Ansicht nach – zumal im dörflichen Bereich – nicht mehr zeitgemäß. Für den Zorn der Bürger haben wir absolutes Verständnis.<<

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