Nahversorgung und ÖPNV miteinander verflechten

13. März 2019 @

Die Sehnder Ortschaft und der Lehrter Ortsteil Ahlten wollen enger zusammenwachsen.  Die Bürger aus Höver möchten aus  Gründen der Nahversorgung und der Nutzung der S-Bahnlinien von und nach Hannover eine direkte Nahverkehrsanbindung an die Nachbarortschaft haben. Dafür sprechen sich jetzt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Abteilung Höver-Bilm, Christoph Schemschat, und der Vorsitzende der SPD Ahlten, Timo Bönig, gemeinsam aus.

Timo Bönig sieht gute Gründe für ein Zusammenrücken der beiden Ortsteile – Foto: SPD Ahlten

„Wir wollen die Verbindung von Höver nach Ahlten in Bezug auf die Nahversorgung verbessern“, so der Plan der beiden SPD-Politiker. Inspiriert vom „Fachtag Mobilität“ des SPD Unterbezirks Region Hannover im Dezember vergangenen Jahres trafen sich Timo Bönig und Christoph Schemschat zu einem konstruktiven Austausch im Rahmen einer Vorstandssitzung der Ahltener SPD. Einer von vielen Ansätzen bei dem SPD-Fachtag zur Mobilität war nämlich die Abschaffung von Hürden über Stadtgrenzen hinaus. So wäre es auch hier: Höver gehört zur Stadt Sehnde und Ahlten zur Stadt Lehrte.

In der Ansicht, dass man in beiden Ortschaften eigene Herausforderungen hat, die aber gemeinsam angegangen werden können und sollten, sind sich die beiden SPD-Vertreter einig. „Argumente aus höverscher Sicht sind beispielsweise die ungenügende örtliche Versorgung sowie der ausdrückliche Wunsch, diese Verbindung zu schaffen – jedoch mit Blick auf die Ärzteversorgung bis zum Ahltener Bahnhof. Der Wunsch wurde mehrheitlich von den Teilnehmern der Meinungsumfrage im Frühjahr 2018 geäußert“, sagt Schemschat.

Christoph Schemschat möchte eine Busverbindung von Höver nach Ahlten – Foto: SPD

Aus Ahltener Sicht spricht ebenfalls vieles für eine Verbesserung der ÖPNV-Verbindung zwischen Höver und Ahlten. So würden die Nahversorger am südlichen Ortseingang, namentlich werden dabei Penny und Edeka genannt, gut mit Bussen anstelle von Privatwagen erreicht werden können, womit die L 385 zwischen den Orten eventuell ein wenig entlastet werden könnte. „Insbesondere aber die Nutzer der guten Anbindung mit dem Zug ab und zum Bahnhof Ahlten könnten ihren Wagen in Höver stehen lassen und mit dem Bus zum Bahnhof gelangen“, sagt Bönig. „Das würde auch Entlastung in Bezug auf die sowieso knappen P+R-Plätze am Ahltener Bahnhof bringen.“

Der ökologische Aspekt der Stärkung des ÖPNV bedarf wohl keiner gesonderten ausführlichen Erörterung, ist aber ebenso zu berücksichtigen. „Schade, dass man da noch nie etwas gemeinsames versucht hat“, resümiert Schemschat.

Letztlich entscheidet zwar die Region Hannover als Aufgabenträger über die Einführung neuer oder die Änderung bestehender Linien. Da sich der Nahverkehrsplan 2019 jedoch gerade in der Aufstellung befindet, ist jetzt ein idealer Zeitpunkt, Verbesserungen für den ÖPNV von Seiten der Kommunen anzuregen.

Das Treffen zwischen der SPD Ahlten und Höver-Bilm hat bereits Impulse erzeugt. Die Nachbarschaft soll durch gemeinsame Themenstellungen und Veranstaltungen gestärkt, und der politische Austausch intensiviert werden.

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