Ausschussvorsitzender kritisiert Gesundheitsamt nach Corona-Fällen an KGS Sehnde

Kurz nach den Sommerferien stand fest -Zwei bestätigte Corona-Fälle in der KGS Sehnde. Ein weiterer bestätigter Fall des COVID-19 Virus wurde vergangene Woche bekannt. Der Schüler, der aktuell die Q1 Phase der KGS besucht, wurde gemeinsam mit dem Q1 Jahrgang in häusliche Quarantäne geschickt.

Kritik am Gesundheitsamt

Sepehr Sardar Amiri übt scharfe Kritik am Gesundheitsamt der Region Hannover – Foto: Privat

Der Vorsitzende des Sehnder Schulausschusses, Sepehr Sardar Amiri (CDU), äußerte sich nun mit Kritik am zuständigen Gesundheitsamt am Montag, 14.09.2020. Er führt darin aus: „Bescheide des Gesundheitsamtes sind lückenhaft und zugesagte Tests mit mobilen Teststationen werden nicht durchgeführt“, so der Ausschussvorsitzende. Sardar Amiri macht aber zugleich deutlich: „Das Gesundheitsamt ist überfordert und überlastet. Eine direkte Kommunikation mit dem zuständigen Gesundheitsamt ist laut Elternschaft nicht möglich. Die betroffenen Eltern fühlen sich im Stich gelassen.“

Viele der betroffenen Eltern sind seinen Angaben zufolge verzweifelt. Eltern berichten ihm von chaotischen Zuständen und fragwürdigen Vorgehensweisen des Gesundheitsamtes. Der Ausschussvorsitzende Sardar Amiri lobt hingegen das professionelle Handeln der Schulleitung sowie der Stadtverwaltung. Durch die gute Organisation ist es seiner Ansicht nach der Schulleitung gelungen, in kürzester Zeit die betroffenen Jahrgänge zu informieren und somit eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Hilfe bei der Politik gesucht

Am vergangenen Wochenende hatten sich Sardar Amiri zufolge Eltern an die Sehnder Politik gewandt. Ihnen hatte das zuständige Gesundheitsamt wohl zugesichert, dass die betroffenen Jahrgänge durch das Gesundheitsamt getestet würden. Seitdem gab es jedoch von dort keine weitere Kommunikation mit den Eltern, führt Sardar Amiri aus. „Tests wurden nicht durchgeführt. Die auferlegte Quarantäne, läuft diese Woche aus“, moniert er. Die Schule hatte den Eltern indes mitgeteilt, dass nach der Quarantäne der Unterricht wieder normal stattfinden könne. „Ich fordere das Gesundheitsamt auf, umgehend mit den Eltern Kontakt aufzunehmen sowie Maßnahmen einzuführen, die ein besseres Krisenmanagement ermöglichen. So kann das nicht weitergehen“, fordert der Lokalpolitiker aus Sehnde mit Blick auf mögliche neue Fälle.

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