Galgenfrist für Raser in Sehnde – durch Corona

Der Rat der Stadt hatte es beschlossen, das Personal und Material ist da – doch dann kam Corona. Eigentlich wollte die Stadtverwaltung bereits jetzt den fließenden Verkehr mit einem eigenen Radargerät in der Stadt kontrollieren. Und diese Dienstleistung dann mit den ILEK-Gemeinden zusammen nutzen.

Der neue Sehnder Blitzer ist ein Leivtec XV3 – Foto: StVerw Sehnde/Leivtec

Doch dann kam Corona – und die Planung war hinfällig. „Wir haben das Personal angestellt zur Kontrolle des ruhenden und fleißenden Verkehrs“, so Fachdienstleiterin Bianca Frey. „Das Gerät steht bereit und ein Fahrzeug für die Messanlage ist da.“ Doch es fehlt noch die Schulung am neuen Gerät Leivtec XV3, ohne die der Trupp nicht messen darf. Dabei ist ein Mitarbeiter für den ruhenden und einer für den fleißenden Verkehr zuständig. Sie vertreten sich gegenseitig. Jeder bekommt dafür ein Fahrzeug. Der erste Wagen, ein einjähriger Caddy Diesel für den Blitzer, steht bereit, das zweite Fahrzeug, ein City Go von Skoda, ist noch „auf der Produktionsstraße“ – Corona eben.

Da derzeit keine Dienstreisen möglich sind, so Frey, und auch das Schulungsteam nicht nach Sehnde kommen kann, muss das rund 35 000 Euro teure Gerät noch etwas warten. „Wir werden nach derzeitigem Sachstand nicht vor Sommer starten können“, so Frey. Die Liste der Messpunkte liegt aus der Zeit der Zusammenarbeit mit Wennigsen noch mit der Polizei und der Region abgestimmt vor. Sie

muss nur für das neue Gerät an die aktuelle Situation adaptiert werden. Das kann je nach Ende der Corona-Maßnahmen schnell gehen. Bis dahin haben die Raser in Sehnde noch eine Galgenfrist – wenn nicht gerade die Region Hannover oder die Polizei blitzen.

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