Großer Stern des Sports in Bronze für SV 06 Lehrte – auch Sehnde und Algermissen ausgezeichnet

Großer Stern des Sports in Bronze für SV 06 Lehrte – auch Sehnde und Algermissen ausgezeichnet
Drei Vereine der Ostregion ausgezeichnet - Logo: Volksbank
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Die Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen kürte am Dienstag, 13. September, gemeinsam mit dem Kreissportbund Hildesheim und dem Regionssportbund Hannover die Sieger der „Sterne des Sports“ 2022 in Bronze. Insgesamt neun Vereine aus der Region bewarben sich um den begehrten Breitensportpreis. Die feierliche Preisverleihung fand in diesem Jahr in den Räumen der Volksbank in Hildesheim statt.

„Sportvereine leisten täglich einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Daher möchten wir Ihnen heute unseren besonderen Dank aussprechen und das soziale Engagement entsprechend würdigen“, betont Volker Böckmann, Vorstandsmitglied der Volksbank eG, bei der Preisverleihung. Die diesjährige Jury setzte sich aus Volker Böckmann, Dagmar Ernst (Vorstand Vereinsentwicklung Regionssportbund Hannover), Frank Wodsack (Vorstandsvorsitzender Kreissportbund Hildesheim) und dem Schirmherrn Fynn Schütze (Wasserballer bei Waspo98 Hannover) zusammen. Die Entscheidung fiel den Jurymitgliedern bei so vielen kreativen und innovativen Bewerbungen nicht leicht. „So unterschiedlich die einzelnen Projekte auch sind, haben sie doch alle eins gemeinsam: Die Stärkung der Gemeinschaft und des Wohlbefindens ihrer Mitglieder und deren Region stehen stets an erster Stelle. Für ihren enormen gesellschaftlichen Einsatz verdienen alle Vereine größte Anerkennung!“

Nachdem Dagmar Ernst und Frank Wodsack die eingereichten Projekte vorgestellt hatten, wurde es spannend. Die regionalen Sieger der „Sterne des Sports in Bronze“ wurden anschließend von Volker Böckmann verkündet.

Die Gewinner 2022

Der SV 06 Lehrte mit Kathrin Otto und Andreas Kress bekam von Volker Böckmann, Fynn Schütze (v.li.), Frank Wodsack und Dagmar Ernst (v.re.) einen Großen Stern in Bronze – Foto: VB/A. Babinski

Der Verein SV 06 Lehrte konnte die Jury mit seinem Projekt „Fußball verbindet Menschen und Völker! – ‚Team Ukraine‘ beim Raddatz-Cup 2022“ überzeugen und sich den ersten Platz – und damit die höchste regionale Auszeichnung – mit einem Preisgeld von 1.500 Euro sichern. Vom 11. bis 12.06.22 fand wieder das internationale Jugendturnier „Raddatz-Cup 2022 – U11“ mit 40 Mannschaften statt. Um seine Solidarität zum Ausdruck zu bringen, hatte sich der Verein jedoch etwas Besonderes einfallen lassen: Er setzte sich dafür ein, dass bei dem Turnier eine Fußballjugendmannschaft „Team Ukraine“, aus acht Spielern von Dynamo Kiew und zwei Spielern von Schachtar Donezsk, an den Start gehen konnte.

Die Kinder haben mit ihren Müttern aufgrund des Krieges in der Ukraine Zuflucht in Deutschland gefunden und konnten dank des Turniers endlich wieder zusammenkommen und ihre Leidenschaft ausüben. Sie wurden alle in Hannover in einem Hotel untergebracht und auch ein Zoobesuch wurde für sie mit Begleitung von Dolmetschern organisiert. So konnten die Kinder und Mütter die aktuellen Ereignisse einen Moment lang vergessen, sodass Freude, Gemeinschaft, Respekt, Integration und Spaß an diesen Tagen im Vordergrund standen.

Heinrich Schmalstieg vom TVE Algermissen (3.v.li.) nahm den Preis entgegen – Foto: VB/S. Babinski

Der TV Eintracht Algermissen von 1894 erhielt für sein Projekt „Nachhaltige Vereinsentwicklung“ den zweiten Preis und damit einen „Kleinen Stern des Sports in Bronze“. Zum Erhalt und zur Gewinnung von Mitgliedern startete der Verein vielfältige Aktionen unter dem Motto: „Gemeinschaft“, „Übernahme von Verantwortung“ und „Erkennen von Chancen“. So wurden beispielsweise zwei Radelkurse für geflüchtete Menschen angeboten, ein Lastenrad angeschafft und den Dorfbewohnern kostenlos zur Verfügung gestellt, die Gemeinde durch Betreuung von Impfangeboten unterstützt und die Dorfgemeinschaft durch verschiedene Angebote, sowohl für Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder, gestärkt. Zudem hat der Verein zwei neue Sportangebote – Ballett und Inliner – geschaffen. Von der Volksbank gibt es dafür 1.000 Euro für die Vereinskasse.

Ronja und Cornelia Kampmann sowie Klara Leibold (3-5. v.li.) nahmen den Preis für den RGF in Empfang – Foto: VB/S. Babinski

Der dritte Preis, ebenfalls ein „Kleiner Stern des Sports in Bronze“, ging so wie im Vorjahr auch an den Ruderverein für das Große Freie Lehrte/Sehnde und sein Projekt „52 Wochen Wissen“. Der Verein erstellte eine Sammlung 52 allgemeiner, aktueller, spannender und kritischer Themen. Zu jedem Thema wird ein Din A4-Blatt von einem Vereinsmitglied nach eigener Vorstellung gestaltet und bis Ende des Jahres nach und nach am Vereinstor sowie auf Social Media veröffentlicht. Der Ruderverein hat es sich zum Ziel gemacht, allen Altersgruppen Wissen niedrigschwellig zugänglich zu machen. Das Projekt fördert aber nicht nur Wissen, sondern auch Quellenarbeit, selbstständige Recherche, Austausch zwischen jung & alt und macht vor allem auch auf wichtige gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Toleranz oder Chancengleichheit aufmerksam. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 500 Euro verbunden.

Die Preisübergabe nahmen Fynn Schütze, Dagmar Ernst und Frank Wodsack gemeinsam vor. Doch nicht nur die Sieger konnten sich über einen Preis freuen – denn keiner der Vereine musste an diesem Abend leer ausgehen. „Wir möchten uns bei allen Teilnehmern herzlich bedanken. Jedes einzelne Engagement ist wichtig für unsere Gesellschaft und sollte entsprechend gewürdigt werden. Als Zeichen unserer Anerkennung erhalten alle nicht prämierten Sportvereine einen kleinen Bonus von 100 Euro für ihre Vereinskasse!“, so Volker Böckmann.

Crowdfunding ersetzt Sterne des Sports 2023

Aber nicht nur den Vereinen galt besonderer Dank an diesem Abend, sondern auch den Jurymitgliedern, die in dieser Runde vorerst das letzte Mal zusammengekommen sind. Denn im nächsten Jahr plant die Volksbank statt des Wettbewerbs vielfältige Aktionen im Rahmen ihres 150-jährigen Jubiläums.

„Natürlich bedeutet das nicht, dass wir unsere Sportvereine zukünftig nicht mehr unterstützen werden, im Gegenteil: Wir fokussieren uns noch mehr auf unsere vielfältigen Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel unsere Crowdfunding-Plattform. Sportvereine können nach wie vor auf unsere Unterstützung zählen und mit ihren Projekten auf uns zukommen!“, erklärt Volker Böckmann.

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