Waldbrand auf über 20 Hektar Fläche: 450 Einsatzkräfte vor Ort

Waldbrand auf über 20 Hektar Fläche: 450 Einsatzkräfte vor Ort
Bereits bei der Anfahrt war die Rauchsäule zu erkennen - Foto: FFw Lehrte
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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hämelerwald sind Sonnabendabend,  03.09.2022, um 17.31 Uhr zunächst zu einem gemeldeten Flächenbrand in Hämelerwald alarmiert worden. Kurz darauf erreichten die Leitstelle weitere Notrufe über gemeldete Flächenbrände entlang der Bahnstrecke sowohl im Bereich der Dolgener Straße als auch im Bereich „Am Waldsee“ in Hämelerwald.

Brand größer als angenommen

Dort war eine deutliche Rauchsäule sichtbar, zusätzlich auch aus dem weiteren Verlauf des Waldes im Bereich des Landkreises Peine. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht und die sogenannte „ELO“ (Einsatzleitung Vor Ort) hinzu alarmiert.

Die ELO bildete dann insgesamt vier Brandabschnitte, um eine massive Brandbekämpfung auf der betroffenen Fläche einzuleiten. Eingesetzt wurden dabei zunächst Einsatzkräfte aus dem Lehrter Stadtgebiet, unterstützt von Einsatzkräften aus den Bereichen Uetze, Dollbergen, Mehrum, Hohenhameln und Otze. Eine weitere große Einsatzstelle wurde anschließend an der Bahnstrecke im Bereich des Landkreises Peine gebildet. Die hierfür alarmierten Kräfte aus dem Peiner Gebiet übernahmen nach Eintreffen diese Einsatzstelle.

Bis in den Landkreis Peine zog sich der intensive Brand hin – Foto: FFw Lehrte

Der Waldbrand erstreckte sich bei der Haupteinsatzstelle im Lehrter Stadtgebiet auf nun insgesamt rund 20 Hektar. Die Zugänge zum Feuer und die Wasserversorgung stellten die Einsatzkräfte aufgrund der geografischen Lage vor besondere Probleme: Das Feuer lief von den Gleisen aus in den Wald hinein, sodass der Löschangriff über die gesperrten Bahngleise erfolgen musste. Im teils dicht bewachsenen Wald mussten zusätzlich Schneisen und Zugänge mit Motorsägen freigeschnitten werden. Für die Brandbekämpfung wurde dann das Wasser unter anderem aus dem Hämelerwalder Waldsee über eine lange Wegstrecke in den Wald gefördert.

Wasserversorgung problematisch

Parallel wurden aber auch mobile Wasserentnahmestellen gebildet und ein Pendelverkehr durch wasserführende Löschfahrzeuge eingerichtet. Unter Einsatz von mehreren Strahlrohren und Feuerpatschen wurde der Waldbrand bekämpft und so eine Gefährdung durch Übergreifen der Flammen auf benachbarte Weidetiere und einen Campingplatz verhindert werden. „Lobenswerte Hilfe erhielten wir zudem von Passanten: Ein Landwirt bot sich an mit Wasser über seine Beregnungsanlage und einem Tankwagen zu unterstützen“, so der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Bejamin Rüger. „Eine besorgte Bürgerin, die sich um die Pferde ihrer Freundin kümmerte, unterstützte die Einsatzkräfte sowohl mit Süßigkeiten als auch Getränken.“

Durch den heißen Boden flammte der Brand immer wieder auf – Foto: FFw Lehrte

Der Einsatz zog sich durch die gesamte Nacht: Auch am Sonntagmorgen, 04.09.2022, sind die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt gewesen, da sich im trockenen Boden noch eine massive Hitze befand, die immer wieder zum Aufflammen des Brandes führte. Der Einsatz dauerte dann noch bis in den späten Sonntagnachmittag.

Mehrere Hundert Einsatzkräfte

Insgesamt waren rund 450 Einsatzkräfte in Spitzenzeiten im Einsatz, darunter alle Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Lehrte, Feuerwehren aus der Gemeinde Uetze und der Stadt Burgdorf, alle Feuerwehren der Stadt Peine, sowie aus dem Landkreis Peine inklusive einer Kreisfeuerwehrbereitschaft, sowie Versorgungszüge des DRK Region Hannover und des DRK Peine, das THW, die Polizei und der Rettungsdienst.

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