Ladendieb mit Würgedraht, Messern und Spielzeugrevolver im Bahnhof festgenommen

Ladendieb mit Würgedraht, Messern und Spielzeugrevolver im Bahnhof festgenommen
Die Bundespolizisten fanden einen schwarzen Spielzeugrevolver - Foto: Bundespolizei

Die Beamten der Bundespolizeiinspektion in Hannover haben am Dienstagvormittag, 23.01.2024, einen 32 Jahre alten Polen nach begangenen Ladendiebstahl in der Douglas Filiale des Hannover Hauptbahnhofs festgenommen. Der wohnsitzlose Pole war dabei mit einem Würgedraht und einem schwarzen Spielzeugrevolver unterwegs.

Kleines Waffenarsenal gefunden

Der Mann wurde durch den Ladendetektiv beim Stehlen von drei hochwertigen Parfums mit einem Gesamtwert von 259 Euro beobachtet und anschließend bis zum Eintreffen der Bundespolizei von ihm festgehalten worden. Bei der Durchsuchung des  Mannes nach Ausweisdokumenten staunten die hinzugezogenen Bundespolizisten dann nicht schlecht: Der Mann führte in seiner Tasche ein kleines Arsenal von Waffen und gefährlichen Gegenständen mit sich. Darunter ein zugriffsbereiter schwarzer Spielzeugrevolver sowie einen Würgedraht zum Erdrosseln. Etwas tiefer in der Tasche entdeckten die Beamten zusätzlich ein Cutter- und ein Klappmesser. Glücklicherweise fand keiner der Gegenstände Anwendung in der Douglas Filiale. Sämtliche Waffen und gefährlichen Gegenstände wurden durch die Beamten beschlagnahmt.

Beschleunigtes Verfahren

Auch einen Würgedraht hatte der 32-Jährige bei sich – Foto: Bundespolizei

Die Bundespolizeiinspektion Hannover leitete Strafverfahren wegen des Diebstahls mit Waffen und dem Erwerb sowie das Führen einer verbotenen Waffe ein. Nach staatsanwaltschaftlicher Anordnung wurde der Mann einem beschleunigten Verfahren zugeführt und verbrachte die Nacht im polizeilichen Gewahrsam.

„Der gestrige Sachverhalt zeigt bedauerlicherweise erneut, dass Waffen und gefährliche Gegenstände verbotswidrig in der Öffentlichkeit geführt werden – leider auch im Hauptbahnhof Hannover. Solche Verstöße werden von der Bundespolizeiinspektion in Hannover konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht. Als Inspektionsleiter hat die Sicherheit der Menschen für mich oberste Priorität. Jede Waffe ist eine zu viel und hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen“, so der Inspektionsleiter der Bundespolizeiinspektion, Martin Kröger.

In der Verhandlung am Mittwoch verurteilte das Amtsgericht Hannover den 32-Jährigen zu einer rechtskräftigen Strafe von 90 Tagessätzen je 10 Euro.

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