Feuerwehr Lehrte bei Gebäudebrand unter schwierigen Bedingungen – zweimal nachlöschen

Feuerwehr Lehrte bei Gebäudebrand unter schwierigen Bedingungen – zweimal nachlöschen
Das Haus stand in Vollbrand, aber der Zugang war schwierig - Foto: FFw Lehrte

Die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Lehrte sind am Dienstag, 24.01.2023, um 14.36 Uhr, zu einem Feuer im 1. Obergeschoss eines leerstehenden Gebäudes alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe auf B 3 (Großbrand) erhöht, da eine weithin sichtbare Rauchsäule mit tiefschwarzem Qualm aufstieg.

Schwieriger Zugang zum Gebäude

Beim Eintreffen am Brandort fanden die Einsatzkräfte ein Haus auf einem stark verwilderten Gelände vor, das sowohl im 1. Obergeschoss als auch aus dem Dach brannte. Der erste Löschangriff wurde mit zwei C-Rohren eingeleitet, um eine Ausbreitung des Feuers einzuschränken. Von der Drehleiter erfolgte zudem ein Löschangriff von oben. Auf Grund des verwilderten Umfelds der Einsatzstelle war das jedoch schwierig, da die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nicht direkt an das Gebäude heranfahren konnten. „Für alle Bereiche war der Zugang generell extrem schwierig“, so der Pressesprecher der Feuerwehr Lehrte, Benjamin Rüger. „Um einen weiteren Weg zum Brandobjekt zu schaffen war deshalb erforderlich, einen Weg durch das stark verwachsene Gelände mit Kettensägen zu schaffen.“

Zur Unterstützung waren außerdem der 2. und 3. Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte bestehenden aus der Ortsfeuerwehren Ahlten, Aligse und Steinwedel nachalarmiert worden. „Die Wasserversorgung musste zudem über weite Strecken aufgebaut werden, da nahe Hydranten teilweise durch Autos verstellt waren“, stellte Rüger fest.

Einsturz drohte

Zum Abschluss wurden die Überreste mit Schaum abgedeckt – Foto: FFw Lehrte

Da beide Giebel des Gebäudes durch die Brandeinwirkung stark einsturzgefährdet waren, entschieden sich die Einsatzkräfte, einen der beiden Giebel mit einem Seil einzureißen, um sich bei den weiteren Löscharbeiten nicht durch Trümmer zu gefährden. Zwischenzeitlich stürzte dann jedoch der Schornstein selbständig ein und riss weitere Teile des Dachstuhls mit sich.

Nach dem der sichtbare Brand gelöscht war, bedeckten die Einsatzkräfte das Objekt mit Schaum um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Dies gestaltete sich auf Grund der weiteren Einsturzgefahr ebenfalls schwierig. Nach dem das Gebäude eingeschäumt war und kein Qualm mehr zu erkennen war, wurde der Einsatz beendet.

Im Einsatz waren insgesamt 71 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen.

Nachlöscharbeiten

Da jedoch das Gebäude teilweise eingestürzt war, konnten in einzelnen Zwischenräumen Flammen entstehen, die dann erneut zu Alarmierungen gegen 20 Uhr und am Mittwoch, 25.01.2023, gegen 7.20 führten.

Beim Eintreffen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte am Dienstag gegen 20 Uhr brannte es aus einem beim ersten Feuer nicht so stark in Flammen stehenden Anbau. Mit zwei C-Rohren wurde das Feuer gelöscht und dann rissen neun Trupps unter Atemschutz das gesamte Dach eines weiteren Anbaus und die Giebelwand des Hauptgebäudes ein. Gegen 22.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Am folgenden Vormittag wurde das Gebäude dann erneut kontrolliert. Im Einsatz waren 36 Einsatzkräfte mit sieben Einsatzfahrzeugen.

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