Anzeige nach „letzter Spritztour“ auf der A 2

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Mit rund 200 km/h über die A 2 - bei erlaubten 120 km/h - Foto: JPH

Zivile Einsatzkräfte der Polizei haben auf der A 2 bei Hannover am Freitag, 06.01.2023, einen Raser gestoppt. Der 21-Jährige war bei erlaubten 120 Kilometern pro Stunde (km/h) streckenweise mit mehr als 200 km/h unterwegs. Noch vor der ohnehin schon angeordneten Abgabe seines Führerscheins wurde der gleich vor Ort beschlagnahmt.

Einsatzkräfte der Spezialisierten Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Besondere Dienste waren am Freitagabend gegen 19 Uhr auf der A 2 in Fahrtrichtung Dortmund auf Streife, als ihnen in Höhe des Autobahnkreuzes Hannover-Ost ein Fahrzeug auffiel. Der Tesla Y fuhr auf den zivilen Streifenwagen im linken Fahrstreifen sehr dicht auf. Nachdem der Streifenwagen daraufhin auf den mittleren Fahrstreifen gewechselt war, beschleunigte der Tesla-Fahrer auf eine Geschwindigkeit, die deutlich über den an der Stelle zulässigen 120 km/h lag. Der Streifenwagen nahm daraufhin die Verfolgung des Tesla auf – mit dem Ziel, eine Geschwindigkeitsmessung vorzunehmen.

Fünf Kilometer stramme Fahrt

Auf den folgenden rund fünf Kilometern fuhr der Tesla deutlich schneller als 200 km/h, so die Polizei. Eine der zwei vorgenommenen Geschwindigkeitsmessungen ergab einen vorwerfbaren Wert von 192 km/h. Im Verlauf der Fahrt fuhr der Verfolgte immer wieder auf im linken Fahrstreifen befindliche Fahrzeuge auf. Teilweise forderte er deren Fahrer durch das Betätigen der Lichthupe zum Fahrstreifenwechsel auf.

Streife stoppt den Tesla

In Höhe der Anschlussstelle Hannover-Buchholz überholte der Streifenwagen den Tesla und forderte den Fahrer auf, ihm zu folgen. Bei der anschließenden Kontrolle abseits der Autobahn stellten die Beamten den 21 Jahre alten Fahrer zur Rede. Der gab an, dass er demnächst seinen Führerschein abgeben müsse. Grund dafür seien ein Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstoß in der Führerschein-Probezeit. Zudem habe er bereits drei Punkte im Fahreignungsregister verzeichnet. Vor dem Verlust der Fahrerlaubnis habe er noch einmal eine Spitztour machen wollen.

Die hat nun allerdings schwerwiegende Folgen. Aufgrund seines Fahrverhaltens beschlagnahmten die Polizeibeamten den Führerschein des jungen Mann direkt vor Ort. Zudem leiteten sie gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein.

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