Zweites „Legendentreffen“ beim SuS in Sehnde

Zweites „Legendentreffen“ beim SuS in Sehnde
Die Legenden von früher mit den Legenden von morgen auf einem Bild gemeinsam vor dem SPiel - Foto: K. Steinbrücker

Zum zweiten Legendentreffen hatte der Ehrenrat des SuS in Sehnde um Klaus Steinbrücker und Jürgen Knorrn die ehemaligen Spieler des Vereins mit ihren Frauen auf den schattigen Platz hinter dem Vereinsheim im Waldstadion eingeladen.

Den wieder mit viel Engagement eingerichteten Festbereich hatten zuvor eine Truppe um Wolfgang Weidl vorbereitet. Etwa 41 von 44 eingeladenen Ehemaligen der 60er bis 72er Jahre sowie die Trainer und Betreuer mit 16 Ehefrauen waren der Einladung gefolgt und hatten sich wieder an ihrer früheren sportlichen Wirkungsstätte eingefunden. Dabei gab es viel Wiedersehensfreude, hatte man doch einige Lebenszeit gemeinsam verbracht. Immerhin, auch das beachtenswert, war ein Sportsfreund von damals sogar aus Südbaden angereist.

Viele Gäste begrüßt

Klaus Steinbrücker vom SuS-Ehrenrat freute sich über die große Zahl der Gäste und dankte auch den Vorbereitern für ihre tolle Arbeit. Er berichtete von der geplanten Fortschreibung der Vereinschronik und auf die Präsentation im Vereinsheim mit dem Thema “Beruf Bergmann, Freizeit Fußballer“. Zudem gibt es die Festschriften nun in eingescannter Form zu sehen. Danach gab es erst einmal viel zu erzählen.

Erinnerungen ausgetauscht

So erzählte Michael Fabig von seinem Wechsel vom MTV Rethmar, wo er als Neuzugang zum Start seiner Karriere gar nicht so willkommen gewesen war und ständig nur auf der Ersatzbank saß. Deshalb wechselte zum SuS, wo man ihn mit offenen Armen empfangen habe – und er in der A-Herren „aushalf“. Nach dem Ende seiner Fußballkarriere gründete er im SuS die Badmintonsparte, die er auch lange Zeit als Leiter führte. Dan eben spielte er im Team Alt-Alt, wo nur sechs Spieler auf dem Feld stehen. Auch beim Heimaufbau war er beteiligt, an dem „auch die Frauen teilgenommen haben“, wie er sich erinnert. Er konnte auch zahlreiche Anekdoten zu seiner aktiven SuS-Zeit besteuern. Er war auch gerne morgens um 9 Uhr auf dem Platz, denn „da konnte ich immer den Specht hören und die Vögel auf dem Platz beobachten“. Und er bestätigt: „Hier beim SuS ist mein sportliches zuhause!“

Klaus Steinbrücker (re. steh.) begrüßt die Gäste zum Treffen am SuS-Heim – Foto: JPH

Sein Sitznachbar Wolfgang Tramm kam mit 14 Jahren zum SuS und hatte dann 1976 mit seiner Spielerlaufbahn aufgehört. Danach machte er seinen Weg beim SuS als Schiedsrichter und Linienrichter bis zur Landeliga, bildet den Schiri-Nachwuchs aus und saß im Jugendausschuss und bei der Region Hannover.  Sein Blick zurück ging dabei in Richtung „Respekt“ vor dem schwarzen Mann damals und heute. Er beklagte, dass sich die Umgangsformen gegenüber dem Unparteiischen dramatisch verschlechtert haben. „Bereits in der D-Jugend kommen die Kinder zum Schiedsrichter, um ihm zu sagen: Du bist Scheiße! Das wäre früher niemandem in den Sinn gekommen.“ Diese Art der Anrede ist inzwischen seiner Erfahrung nach in allen Spielklassen und Altersgruppen gang und gäbe. „Es ist erstaunlich und bewundernswert, dass so viele Jungschiedsrichter unter diesen Umständen dabeibleiben“, fügte er hinzu.

Spielbesuch und Klönschnack

Nach einem Grillbuffet zur Stärkung stand dann für die Besucher ein Erinnerungsfoto mit der aktuellen 1. Mannschaft auf dem Programm, ebenso wie der Besuch beim Spiel dieses Teams auf dem heimischen Platz in der Bezirksliga gegen Blaues Wunder.

Auch nach dem Spiel saßen die Legenden noch länger zusammen, erinnerten sich und fachsimpelten über das gesehene Spiel – und die vielleicht bessere Zeit früher. Einig aber waren sich aber alle Gäste, dass man sich unbedingt wiedertreffen müsse.

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