Zwei Wahlpartys in Sehnde mit unterschiedlicher Freude

Zwei Wahlpartys in Sehnde mit unterschiedlicher Freude
Vor dem Kretschmanns gratulierte Dr. Marco Schinze-Gerber (li.) der Gewinnerin Daniela Busche (re.) zu ihrem Sieg - Foto: JPH
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Beide Parteien der Kandidaten, die in die Stichwahl gingen am Sonntag, habennatürlich ihre Wahlpartys in Sehnde gefeiert. Die CDU Sehnde traf sich im Classic, die SPD hatte das Kretschmanns gebucht.

Kurz nach Bekanntgabe der letzten Auszählung für Sehnde und dem damit feststehenden vorläufigem Endergebnis sprachen die Kandidaten in den beiden Versammlungsräumen.

CDU-Party im Classic

Dr. Marco Schinze-Gerber sprach zum vollen Haus: „Die Entscheidung ist gefallen. Die Mehrheit hat sich heute anders entschieden – anders, als wir uns das gewünscht haben. Aber es ist ein demokratisches Ergebnis.“ Danach wünschte er der Siegerin eine glückliche Hand und gute Entscheidungen für die Stadt. Er dankte seinem „A-Team“, die eineinhalb Jahre mit Vollgas den Wahlkampf führten. Aber auch allen, die entschlossen auch im Stichwahlkampf gekämpft hatten. Gleichzeitig dankte er auch noch den Wählern, die ihm ihr Vertrauen geschenkt hatten. Aber, und da lag er mit vielen Wahlkämpfern der CDU in Niedersachsen auf eine Linie, beklagte er auch die fehlende Unterstützung aus Berlin. „Wir haben die Wahl nicht wegen Friedrich Merz und der Bundesregierung verloren“, führte er aber aus, „Die Verantwortung übernehme im Gegensatz zu Jens Spahn ich.“ Denn aus der CDU in Berlin kam wenig Rückenwind, sondern eher das Gegenteil – und damit auch vom Wähler, der solche Dinge mit einem feinen Gespür aufnimmt. „Aber“, so betonte Dr. Schinze-Gerber mit Blick auf den Stadtrat, „wir haben die Wahl gewonnen, nur den Posten des Bürgermeisters nicht.“

Gleichzeitig kündigte er an, dass er nicht für den Parteivorsitz im November wieder kandidieren werde und auch ein Amt in der neuen Fraktion nicht übernehmen wolle. Mit stehendem Applaus und viel Mitgefühl honorierten die Anwesenden seine Arbeit.

Nun will Dr. Schinze-Gerber mit seiner Familie, die ihn in seinem Wahlkampf unterstützt hat, zunächst nach Bayern zu einem Geburtstag fahren, der wegen seines Wahlkampfes verschoben worden war und sich dann neuen Aufgaben zuwenden.

SPD-Party im Kretschmanns

Mit 51,5 Prozent der Wählerstimmen – genau 284 Stimmen mehr – hatte Daniela Busche am Ende die Wahl für sich entschieden. Entsprechend wurde sie im Kretschmanns durch die sie unterstützende SPD gefeiert. Mit der 53-Jährigen zieht erstmals eine Frau nach einer Stichwahl in das Sehnder Rathaus ein. Zugleich ist sie parteilos, was auch ein Novum in der Sehnder Historie ist. Ihr Sieg wurde mit einem goldenen Konfettiregen begrüßt, nachdem es auch dieses Mal wieder relativ knapp war. Sicher war das Ergebnis erst kurz nach 20 Uhr, als alle Wahllokale in der Stadt und die Briefwahlstimmen ausgezählt waren.

Auch Busche dankte ihrem „Team Busche“, das mit ihr gemeinsam den Wahlkampf bestritten hat und ihrer Familie, die ihr den Rücken freigehalten hat. Und natürlich auch den Wählern und Bürgern, die ihr das Vertrauen ausgesprochen haben. Sie versprach an diesem Abend auch, weiterhin in die Ortschaften zu gehen, auch wieder zu grillen und sich dabei mit den Bürgern zum Gespräch zu treffen, um die Hand am Puls der Stadt zu haben.

Nun fährt allerdings auch sie mit der Familie erst einmal nach Dänemark in Urlaub, bevor am 1. November dann die formelle Übergabe erfolgt.

Gegen 20.30 Uhr kamen dann die Vertreter der CDU ins Kretschmanns, um Daniela Busche als faire Unterlegene zu ihrem Sieg zu gratulieren.

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