Wir machen „Paaaaty“ – zu Lasten anderer

29. Januar 2018 @

Noch nicht genügend „abgefeiert“ hatten offensichtlich im Laufe der Nacht von Freitag auf Sonnabend mehrere Vandalen in der Sehnder Innenstadt. Sie fanden es daher sicher amüsant und „party-fördernd“, auf dem Weg vom Bahnhof entlang der B 65 bis zum Musikerviertel alle Papierkörbe an den Bushaltestellen entlang des Weges zu entleeren – auf die Straße. Nun sieht Konfetti anders aus, was den Randalieren aber wohl nicht mehr aufgefallen ist.

Großer „Spaß“ für alle Sehnder: Fünf geleerte Papierkörbe – Foto: JPH

Amüsiert gefühlt habend sich durch diese Tat sicher auch die Anlieger, die am nächsten Morgen einen Teil des Unrats von ihren Grundstücken einsammeln und entfernen durften. Amüsiert hat sich wohl auch der Baubetriebshof, den die Stadt am Sonnabend zur Reinigung alarmieren musste. Oder eher nicht?

Spaß sieht anders aus, ist die Meinung von Detlef Müller und Frank Köhler vom Baubetriebshof Sehnde, die mit einem Reinigungsfahrzeug am Sonnabendmorgen unplanmäßig ausrückten. Sie machten sich dann mit Schaufel und Kehrblech an die Arbeit, um den „Spaß“ der nächtlichen Vandalen zu beseitigen. „Ich saß gerade am Frühstückstisch, als mich der Anruf vom Bürgermeister erreichte“, sagt Müller. Auch Kollege Köhler äußert nur Unverständnis für die Täter. Er war erst um 6 Uhr morgens von einer Brandwache zurückgekommen und musste gleich wieder raus.

Frank Köhler (li.) und Detlef Müller mussten extra Sonnabend ausrücken und den „Spaß“ dann wieder einsammeln – Foto: JPH

Etwa eine Stunde hatten die beiden zu tun, um das „Amüsement“ der nächtlichen Akteure zu beseitigen. Auch die Fahrgäste an den verschmutzten Haltestellen  schüttelten nur den Kopf – und waren „not amused“, wie die Queen es ausdrücken würde. Der Sehnder Bürgermeister würde es sicher anders sagen.

Vielleicht wäre es überlegenswert für solche nächtlichen Partygänger,  wenn sie einfach ein Tischfeuerwerk zuhause zündeten, statt die Stadt zu belästigen. Das hätte Vorteile: Ersten knallt es besser und schneller als Alkohol und zweitens bleibt der Dreck gleich beim Verursacher in der Wohnung.

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