Wildschwein tobt durch Ilten

Zu einer „Begegnung der ungewöhnlichen Art“ ist es am ruhigen Sonntagnachmittag, 29.03.2026, in Ilten gekommen. Dort durchbrach ein Wildschwein unter anderem die Hecken im Bereich Finkenschlag und störte nicht nur die Hunde in ihrer Ruhe, sondern überraschte auch die Menschen auf ihren Terrassen.
Im ersten besuchten Garten in Ilten wäre der besuchten Frau fast die Kaffeetasse vor Schreck aus der Hand gefallen, wie sie berichtet, als die Sau mit großem Tempo über ihre rund 1,20 Meter hohe Hecke brach und neben ihr auftauchte. Das Schwein bewältigte die Höhe mit einem Sprung! Von da ging’s weiter zu Silke Heinen nebenan. „Ich saß mit Dackel Henry auf der Baumelbank im Garten, als der Dackel plötzlich anschlug und das Wildschwein zeitgleich durch den Garten raste“, so Heinen aus dem Finkenschlag. Das Tier, so erklärte es ihr hinterher ein ebenfalls „besuchter“ Nachbar und Jäger, war etwa drei Jahre alt und wog rund 70 Kilogramm. Den Hund gelassen ignorierend, verschwand das Tier dann „ab durch die nächste Hecke“.
Spur führt durch Ilten Ost
Der Weg des Schwarzkittels lässt sich gut nachvollziehen. Es kam aus dem Köthenwald über den Spielplatz Habichtshorst, sprang in den ersten Garten, kam zu Heinen durch die Hecke und brach von da in den nächsten, bevor es weiter zur Straße Am Park rannte. Dann sahen es spielende Kinder am Bolzplatz beim Schützenplatz wieder – ohne dass die Kinder behelligt wurden. Auf dem Weg dorthin begegnete es noch eine dort spazierengehende Frau mit Hund, die glücklicherweise ebenfalls unbeachtet blieb – ihr hatte danach zunächst keiner diese Begegnung geglaubt, was sich nun geändert haben dürfte. Danach trat das Schwein kurz am Rodelberg in Erscheinung, wo es wieder von Kindern gesehen wurde: Mats (13 Jahre) und Tim spielten dort gerade, als das Tier blitzschnell an ihnen vorbeitobte, berichten sie. Dann wollte die Sau wohl etwas Sport machen und bog zu den Tennisplatzen ab, während die beiden Jungen schnell auf ihren Fahrrädern Richtung zuhause abfuhren. Danach erst verliert sich die Spur der Sau, die wohl von den Tennisplätzen lieber wieder in die Natur zurückkehrte.
Über den Sportplatz in die „Wildnis“
„Ich möchte es nicht noch einmal treffen, sagte die Spaziergängerin hinterher, was verständlich ist, denn so ein panisches Wildschwein kann großen Schaden anrichten – der aber in Ilten glücklicherweise ausblieb.
Wie ein Jäger hinterher bestätigte, solle im Waldbereich am Kreisel zwischen Lehrte und Sehnde „alles schwarz“ von Wildschweinen sein. Eine erneute „Begegnung dieser ungewöhnlichen Art“ ist also nicht ausgeschlossen.
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