Rebea Sonnenberg wird Deutsche und Europameisterin TFA ihrer Altersklasse

Rebea Sonnenberg wird Deutsche und Europameisterin TFA ihrer Altersklasse
Aus Höver kamen Florian Menklein, Rebea und Helge Sonnenberg und Marian Brandes (v.li.) nach Mönchengladbach - Foto: Privat
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Endlich – nach zwei Jahren Pause – fand am 11.06. und 12.06.2022 der TFA Wettbewerb (Toughest Firefighter Alive) in Mönchengladbach auf dem Gelände des Elisabeth Krankenhauses statt. Das „Firefighter Challenge Team“ aus Höver reiste mit vier Aktiven an, um sich nicht nur mit deutschen Teilnehmern zu messen, sondern auch mit Teilnehmern aus ganz Europa.

Rebea Sonnenberg, Helge Sonnenberg und Marian Brandes nahmen in diesem Jahr das erste Mal an diesem Wettkampf teil, der nicht ohne Grund als „Härtester Feuerwehrwettkampf der Welt“ bezeichnet wird.

Mit Ausrüstung

Für alle Athleten gelten die gleichen Regeln an allen vier Stationen an denen die Feuerwehrfrauen und -männer ihre Fitness unter Beweis stellen müssen. Alle Teilnehmer mit der schnellsten Zeit stehen steht danach auf dem Siegertreppchen. Alle Übungen werden in vollständiger Einsatzkleidung, teilweise mit Atemschutzgerät auf dem Rücken, das an Station 1 auch angeschlossen ist, absolviert.

Die Aufgaben

Rebea Sonnenberg aus Höver ist nun Deutsche und Europameisterin in der AltersklasseW 45 – Foto: Privat

Zuerst werden zwei B-Schläuche an eine Pumpe angekuppelt, um sie dann in ihrer vollen Länge von 80 Metern hinter sich herzuziehen. Mit jedem Schritt erhöht sich durch die Haftreibung der Widerstand des Gewebes. Danach werden in gebückter Haltung zwei B-Schläuche à 20 Meter aufgerollt und in die dafür vorgesehenen Boxen abgelegt.

An Station 2 wartet nach der Hammerschlagmaschine, ein Dummy von 80 Kilogramm Gewicht, der über 80 Meter gezogen werden muss. Im Anschluss gilt es, einen gefüllten 20-Liter Kanister durch eine enge Röhre zu befördern, bevor das nächste Hindernis wartet – die Eskaladierwand, 3 Meter hoch.

Im Laufschritt geht es zur nächsten Aufgabe. Eine Steckleiter wird aufgerichtet, 2 Kanister à 15 Kilogramm sollen darüber in die zweite Etage transportiert werden. Von dort wird ein Schlauchpaket, dass 25 Kilogramm wiegt, nach oben gezogen. Die größte Schwierigkeit besteht dabei darin, dieses Gewicht auf und über die Brüstung zu bekommen. Nun geht es wieder abwärts, so langsam ist der Körper bereits am Leistungslimit, um mit zitternden Fingern noch ein Mundstück auf ein Strahlrohr aufzuschrauben.

Als Königsdisziplin warten noch 300 Stufen, verteilt über 15 Stockwerke darauf, so schnell wie möglich bezwungen zu werden. Am Start sagt der Verstand eigentlich schon „Nein“ und der Körper sowieso, da alle Muskeln brennen und zittern. Wenn man dann nach unglaublichen 100 bis 300 Sekunden die letzte Stufe erreicht hat, jagen die Glückshormone jedoch durch den Körper und kompensieren die Strapazen.

Doppelschlag aus Höver

Helge Sonnenberg (re.) holte sich in der Alterklasse W 45 den dritten Platz beim Deutschen und Europameister-Wettkampf – Foto: Privat

Rebea Sonnenberg gelang der Doppelschlag in ihrer Altersklasse W45. Sie ist jetzt nicht nur Deutsche Meisterin, sondern errang auch noch den Titel „Europameisterin“. Überglücklich und zugleich überrascht, freute sie sich über das hervorragende Ergebnis bei ihrer ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb. Das ganze Team jubelte ihr zu und freute sich mit ihr. Ihr Ehemann Helge schaffte es auch aufs Treppchen. In seiner Altersklasse M45 belegte er den dritten Platz, sowohl in der Deutschen- als auch in der Europameisterschaftswertung.

Marian Brandes war mit seinem Ergebnis und seiner Leistung bei seiner ebenfalls ersten Teilnahme an einem derart harten Wettbewerb auch sehr zufrieden und arbeitet nun zielstrebig daran, seine Zeiten zu verbessern. Florian Menklein belegte einen sehr guten Platz im Mittelfeld, ist aber auch auf dem besten Weg, seine Leistung zu steigern.

Auch als Team gut

Am Sonntag stellten die vier Feuerwehrverrückten aus Höver auch noch als Staffel ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis und belegten dabei einen respektablen 17. Platz. Zufrieden und voll Zuversicht blicken alle vier Starter auf das nächste sportliche Ereignis: Vom 01. Juli bis 02. Juli findet in Ediger-Eller im Lankreis Cochem-Zell die „Mosel Firefighter Challenge“ statt – natürlich mit den „Höverschen Vier“.

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