Mitmachen: Krautschau in Sehnde – mit Kreide Aufmerksamkeit für die städtische Flora schaffen

Mitmachen: Krautschau in Sehnde – mit Kreide Aufmerksamkeit für die städtische Flora schaffen
Mit fachkundiger Unterstützung auf die zweite Sehnder Krautschau gehen und Leben entdecken - Foto: Stadt Sehnde
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An das letzte Tier, das sie gesehen haben, erinnern sich die meisten Menschen. Aber wie ist das bei der letzten Pflanze? Viele nehmen Pflanzen, wenn überhaupt, nur als grünen Hintergrund oder Straßenbegleitgrün wahr. Die Stadtbotanik-Aktion #Krautschau soll mehr Bewusstsein für die Präsenz von Wildpflanzen im urbanen Raum und für die Bedeutung von Natur in den Städten schaffen.

Die Stadt Sehnde nimmt zum zweiten Mal an der Aktion der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung teil und freut sich, dass Alexander Mudroch von NaTourWissen den Krautschau-Spaziergang wieder fachlich begleitet. Jeder ist willkommen. Pflanzenkenntnisse sind nicht erforderlich – Neugier und Interesse reichen völlig aus. Die Mitmachaktion soll das Bewusstsein für unsere wilden Pflanzen in der Stadt stärken. 

In diesem Jahr findet die #Krautschau in Sehnde am Montag, 18. Mai, um 17 Uhr, statt. Treffpunkt ist vor dem Rathaus an der Nordstraße 21. 

Überall dort, wo Flächen versiegelt sind, leben Pflanzen unter Extrembedingungen – und kaum jemandem fällt das auf. Die oft übersehenen kleinen Pflanzen in Pflasterfugen und Mauerritzen sind die geheimen Stars der städtischen Flora, denn sie sind wichtig für das Ökosystem der Stadt. Die Krautschau hat zum Ziel, mehr Menschen zum Hinschauen und zur Wahrnehmung der oft übersehenen kleinen Wildpflanzen in den Städten zu bewegen.

Pflanzen in der Stadt

In Deutschland haben sich etwa 500 Arten an die extremen städtischen Bedingungen angepasst und stellen, indem sie Tritt- und Fahrbelastung, Hitze, Bodenverdichtung und Verschmutzung trotzen, wertvolle Mikro-Ökosysteme für zahlreiche andere Arten dar. Die grünen Fugen haben vielfältige Funktionen: sie nehmen Regenwasser auf und binden Staub; jede Pflanze trägt zur Artenvielfalt bei und ihre Blüten liefern Nektar und Pollen für Insekten. Die Pflanzenwurzeln schaffen winzige Mikrohabitate, in denen Asseln, Würmer, Weberknechte, Spinnen, Käfer und Schnecken leben, die wiederum Nahrung für Vögel und Igel sind.

Jeder Bürger ist eingeladen mitzumachen und den pflanzlichen „Anpassungskünstlern“ mit bunter Kreide vor Ort Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dabei wird das Grün auf Gehwegen, in Mauerritzen oder Pflasterfugen zunächst bestimmt und dann mit bunter Kreide beschriftet und fotografiert. Durch das „Straßengraffiti“ werden auch andere Menschen auf die wilden Schönheiten am Straßenrand aufmerksam. Die Fotos werden anschließend unter dem #Krautschau in den sozialen Netzwerken geteilt.

Beim Bestimmen der Funde hilft natürlich Dr. Alexander Mudroch, der den Spaziergang als Experte begleitet. Außerdem leisten Pflanzenerkennungsapps wichtige Dienste bei der Bestimmung der Kleinstflora. Die App „Flora Incognita“ – am besten vor der Teilnahme auf dem Handy installieren – kooperiert mit der Krautschau-Aktionswoche. Zudem werden die erfassten Daten wissenschaftlich ausgewertet.

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