Kita Ladeholz – wie geht’s weiter?

12. November 2019 @

Die Kita Ladeholz der Stadt Sehnde ist bekanntermaßen derzeit wegen statischer Überprüfungen nicht für die Kinderbetreuung nutzbar. Die Gruppen wurden zunächst auf die Kitas und Horte in Sehnde und Ilten aufgeteilt (SN berichteten). Nun hat die Stadtverwaltung über die weiteren Planungen informiert.

Die Stadtverwaltung hat die Planungen für die nächsten sechs Monate fertig – Foto: JPH

Unterbringung für sechs Monate ausgeplant

Nachdem für die ersten drei Tage vom 23. bis 25.10.19 eine Notbetreuung mit reduzierten Öffnungszeiten angeboten wurde, gibt es seit Montag, 28.10.2019, eine regelmäßige Lösung. So findet die Kinderbetreuung für die insgesamt 133 Kinder der Kita Ladeholz vorerst in insgesamt fünf Standorten statt. Dabei wird weitestgehend der gewohnte Betreuungszeitraum abgedeckt.

Die Stadtverwaltung hat dafür inzwischen fünf Standorte ausgewählt.
1. Astrid-Lindgren Grundschule für

  • alle Vorschulkinder der Kindertagesstätte Ladeholz (die gleich ihre Schule kennenlernen)
  • eine Gruppe bis 17 Uhr und eine Gruppe bis 13 und 15 Uhr

2. Kita Berlinerstraße in Ilten für

  • eine Gruppe bis 17 Uhr

3. Die ehemalige Außenstelle Hort Kunterbunt in der Breite Straße 38 für

  • eineinhalb Gruppen bis 15 Uhr

4. Der Kinder- und Jugend-Treff in Sehnde

  • eine Kleingruppe bis 13 Uhr

5. Die Kita Marggrafstraße in Sehnde

  • eine Kleingruppe am Nachmittag

Damit werden alle Kinder zwar in anderen Räumlichkeiten, aber zu den gewohnten Zeiten betreut. Bei dieser Lösung handelt es sich um eine kurzfristige Interimslösung, um den Familien möglichst schnell wieder die ursprünglichen Betreuungszeiten anbieten zu können. Allerdings muss dafür hingenommen werden, dass bei der Kita Berliner Straße die Bewegungsfläche nicht mehr den Normen entspricht. Dies ist aber, so die Stadtverwaltung, durch das zuständige Kultusministerium akzeptiert worden.

Die Kita Berliner Straße in Ilten hat eine Gruppe aufgenommen – Foto: JPH/Archiv

Gutachten liegt noch nicht vor

Unklar ist derzeit, wie sich die Lage um das instabile Gebäude der Kita Ladeholz entwickeln wird. Die Stadtverwaltung wartet auf den Eingang des statischen Gutachtens. Erst danach, so Bürgermeister Olaf Kruse im Gespräch, kann man über das weitere Vorgehen entscheiden. „Wir gehen aber eher von einem Neubau aus“, so der Bürgermeister. „Die fünf Standorte für die Gruppen werden sicher sechs Monate bleiben. Dann planen wir mit den mobilen Raumeinheiten mit dem Ziel, die Gruppen dort wieder zusammenzuführen.“ Dazu läuft derzeit die Prüfung eines zentralen Aufbauortes, damit die Eltern keine langen Anfahrtszeiten haben. Außerdem muss an dem zukünftigen Standort sicher noch einiges gebaut und verändert werden – und schließlich das Kultusministerium zustimmen. Parallel zu allen anderen Planungen laufen für diese Zusammenführung gerade die Vorarbeiten.

Sanierung oder Neubau entscheidet der Stadtrat

Liegt das Gutachten des Statikers dann vor, kann endgültig festgelegt werden, welche Sanierungsmaßnahmen für die Wiederaufnahme des Kitabetriebs notwendig sind und in welchem Kostenrahmen sich diese bewegen. Zudem ist auch dann erst eine Wirtschaftlichkeitsprüfung hinsichtlich einer Sanierung oder eines Neubaus der Kita möglich. Diese wird anschließend in die Beratung in den politischen Gremien einfließen, so dass ein Ratsbeschluss zum weiteren Umgang mit dem Kitastandort herbeigeführt werden kann. Diese Arbeiten werden laut Stadtverwaltung dann rund drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen – wenn man in der erforderlichen Ausschreibung entsprechende tragfähige Angebote bekommt.

Mehrere Maßnahmen seitens der Stadtverwaltung ergriffen

Um die Grundfrage „Wie geht’s weiter“ zu beantworten, ist für alle betroffenen Eltern zu den Maßnahmen der Stadt und ihren Handlungsspielraum ein Elternabend Ende November im Rathaus geplant. „Bis dahin sind auch die Möglichkeiten für die mobilen Raumeinheiten geklärt“, so Kruse. „Denn für jedes Kind muss beispielsweise eine Außenfläche von mindestens 12 Quadratmetern verfügbar sein.“

So ähnlich könnte auch die Kita Ladeholz zwischenzeitlich untergebracht werden – Foto: JPH/Archiv

Im Zuge des Umzuges der Kita Ladeholz ist für die Betreuung durch die Stadt zudem eine weitere Vollzeitstelle einer Erzieherin geschaffen worden. Diese ist im Moment noch mit einer Zeitarbeitskraft besetzt. Außerdem hat die Stadt die Leitungsstunden der Kitas gemäß den gesetzlichen Vorgaben unbürokratisch aufgestockt.

„Für die Kinder, Eltern und das pädagogische Fachpersonal bedeutet dies im Moment eine sehr aufregende Zeit“, so die Fachdienstleiterin Kindertagesstätten und Jugend, Katharina Strauß. „Noch ist in den einzelnen Gruppen kein normaler Alltag eingekehrt. Es gibt viele neue Gesichter, neue Räumlichkeiten und teilweise fehlen noch einige Möbel und Spielmaterialien an den neuen Orten.“

Bürgermeister dankt Mitarbeitern und Eltern

Aber das wird sich dank des guten Zusammenspiels aller Betroffenen sicher auch bald einspielen, hofft Kruse. „Es wurde viel zusätzliche freiwillige Arbeit vom Fachdienst geleistet“, so der Bürgermeister. „Das ist nicht selbstverständlich und dafür danke ich den Mitarbeitern. Und den Eltern danke ich für das Verständnis für unsere Maßnahmen.“

 

 

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