htp verkabelt Sehnde – kostenlose Hausanschlüsse im 1. Los

Schnelles Internet geht technisch nur über Glasfaserkabel und Lichtleiter. Das existierende Kupferkabel der Telefonära ist an seinem „Lebensende“ angekommen. Viel höhere Bandbreiten lassen sich mit der Technik nicht mehr signifikant erzielen. Daher suchen derzeit alle Städte, Kommunen und auch Kunden nach Anbietern, die das Netz modernisieren wollen. Den hat jetzt die Stadt Sehnde gefunden. Der hannoversche Kommunikationsanbieter htp hat sich bereit gefunden, die Kupferzeit in der Stadt zu beenden und in die Silikatzeit einzutreten.

Glasfaserausbau geplant: Geschäftsführer htp Thomas Heitmann , Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und Fachbereichsleiter Godehard Kraft (v.re.) – Foto: JPH
htp übernimmt den Ausbau in ganz Sehnde

In einer Ankündigung am Dienstag, 15.10.2019, bestätigte htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann im Rathaus von Sehnde die Absicht des Unternehmens, die Stadt komplett mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen – und zwar bis zum Jahr 2022. Die Bandbreiten, die zunächst im Angebot sein werden, sollen 250 und 1000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) betragen. Später kommt dann noch ein Angebot von 500 Mbit/s dazu. Das aktuelle Kupferkabel lässt eine Bandbreite von etwa 100 Mbit/s zu. Über diesen Netzausbau hat der Anbieter mit der Stadt Sehnde nun eine Vereinbarung unterzeichnet. „Mit htp haben wir einen verlässlichen Partner aus der Region“, sagte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. „Durch den Glasfaser-Ausbau erhält unsere Stadt eine moderne Infrastruktur, die vor dem Hintergrund der Digitalisierung große Bedeutung hat.“ Über die Details soll es dann rechtzeitig Info-Veranstaltungen geben.

Erstes Angebot umfasst auch den kostenlosen Hausanschluss

Das Ausbaupotenzial umfasst in Sehnde rund 10 100 Wohn- und 270 Gewerbeeinheiten. Davon müssten sich rund 40 Prozent für den Anschluss mit Glasfaser entscheiden – Neu- oder Bestandskunden. Die müssen dann einen 24-Monatsvertrag abschließen und bekommen dafür den Hausanschluss mit Glasfaser für 2975 Euro in der ersten Anschlusswelle kostenlos gelegt. Wer sich später entscheidet, muss diese Kosten selbst tragen. Zur Anschlussberatung kommt nach Abschluss des Vertrages ein Bauberater ins Haus, um die Möglichkeiten zu begutachten und die Details zu besprechen. Auch für Mehrfamilienhäuser gibt es bereits technische Lösungen, die es erlauben, ohne Bohrungen in die Substanz die Anschlüsse in die Wohnungen zu bringen. Im städtischen Bereich werden die Glasfaserrohre in rund 60 Zentimetern Tiefe meist im geschlossenen Bau verlegt.

Rund 3000 Euro beim Anschluss sparen

Mit Legen der Leitung sind auch Neukunden dann in der Lage, sofort über die htp-Faser zu surfen und zu telefonieren. Die Mitnahme der Rufnummer erfordert nur wenige Minuten, da von einer alten auf eine neue Leitung umgeschaltet wird, also parallel gearbeitet werden kann – anders als heute beim Anbieterwechsel. Zudem ist Fernsehen als IP TV über Glasfaser möglich. Das dreiteilige Anschlussequipment hat als Kern einen AVM-Router  (FRITZ!Box) und wird komplett kostenlos bereitgestellt. Wechselkunden zahlen im ersten Jahr einen Betrag von 19,95 Euro monatlich für Internet mit 250 Mbit/s und Telefonflatrate. Für die zweite Vertragshälfte von zwölf Monaten steigt der Betrag auf 44,95 Euro. Damit soll Kunden, die gerade ihren Vertrag bei einem anderen Anbieter verlängert haben, der Umstieg finanziell erleichtert werden. „Betrachtet man zudem die gesparten Anschlusskosten von 2975 Euro“, so Heitmann bei der Vorstellung, „dann lohnt sich das Ganze schon, auch wenn man erst später bei htp einsteigt.“ Denn bei Nutzung des Einstiegsangebots stehen die Zweijahreskosten von rund 780 Euro den späteren Kosten von rund 3760 Euro gegenüber.

Ein ähnlicher Router von AVM gehört zum Ausstattungspaket – Foto: JPH
Informationsveranstaltungen sind geplant

Begonnen werden soll 2020 in Bolzum, da htp dort schon eine gute Ausgangsbasis für die Infrastruktur hat. Um alle Sehnder intensiv zu informieren, wird htp – wie schon beim DSL-Ausbau – Ort für Ort Informationsveranstaltungen und Beratertage anbieten und nacheinander alle betroffenen Haushalte gezielt ansprechen. Nach den Informationsveranstaltungen beginnt eine mehrwöchige Vermarktungsphase. Wird in dieser Phase der Vertrag abgeschlossen, ist die Verlegung der Glasfaser bis ins Haus kostenlos.

Bestandskunden kann htp nicht automatisch umstellen, da für den Bau der Hausanschlüsse Arbeiten auf dem Grundstück notwendig sind, für die eine Einwilligung vorliegen muss. Den Vertrag über den Glasfaser-Hausanschluss und den Nutzungsvertrag muss daher der Hauseigentümer unterzeichnen. „In jedem Fall muss zunächst der Vertrag abgeschlossen werden, dann erfolgen die Baubegehung für den Faseranschluss und schließlich die Anschlussarbeiten“, so Heitmann.

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