GutKlima wird immer konkreter – Erfolgreiche Bildung von Arbeitsgruppen in der Projektwerkstatt

20. Februar 2019 @

Der Dorfladen Bolzum und die Stadt Sehnde hatten am vergangenen Sonnabend, 16.02.2019, im Rahmen des GutKlima-Projektes zur nächsten Veranstaltung geladen: der Projektwerkstatt. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich etwa 35 Bürger und Bürgerinnen in der evangelischen Kirche in Bolzum, um an ihren Ideen für einen klimafreundlicheren Alltag in Bolzum und Umgebung weiter zu arbeiten. Drei Wochen nach dem Ideen-Fest sollte es in der Projektwerkstatt nun darum gehen, einige der gesammelten Ideen zu konkreten Projekten zu formulieren.

In der Kirche wurden die Arbeitsschritte für die Planung vorgestellt – Foto: JPH

Nach einem Rückblick auf die letzte Veranstaltung teilte sich die motivierte Gruppe auf die fünf Handlungsfelder Mobilität, Energie, Biologische Vielfalt, Ernährung und nachhaltiger Konsum auf. In Kleingruppen wurde lebhaft diskutiert, welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden können und wer für welches Projekt als Ansprechpartner fungieren möchte.

Insgesamt sind nach einer Stunde über zehn konkrete Projekte vorgestellt worden, so beispielsweise eine Pedelec-Ausleihstation, die Einrichtung eines gemeinschaftlichen Dorfgartens oder der Kauf eines Geschirrmobils.

Sandra Feldmann, Gritt Berner, und Anna Jührs haben sich zusammengetan, um das Thema Klimaschutz in die Kindergärten von Bolzum und Wehmingen zu tragen. Sie wollen bei den zukünftigen Klimarettern ein Bewusstsein schaffen für die Erderwärmung. „Unsere Kinder werden diejenigen sein, die am meisten unter dem Klimawandel zu leiden haben. Aber sie können auch die sein, die das Klima retten, wenn wir ihnen schon früh zeigen, wie ein klimafreundlicher Lebensstil aussieht“, so Anna Jührs während der Vorstellung ihrer Projektidee. Sie haben bereits Kontakt zu den Kita-Leitungen aufgenommen und arbeiten nun an einem Projektplan, der die Fragen klären soll, welche Themen angesprochen werden, wofür es bereits ausgearbeitete Konzepte und Materialien gibt und welche Kosten entstehen könnten.

Die Arbeitsschritte für die Wochenenden – Foto: JPH

Ein weiteres konkretes Projekt ist bereist ausgearbeitet worden von Sven-Friedrich Reineke, der seinen Vorschlag „Bolzumer Knolle“ genannt hat. Dabei geh es um den ökologisch nachhaltigen Anbau der Kartoffel. So sollen die Teilnehmer den Umgang mit Boden, Pflanzen und Zubereitung lernen – und vor allem den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel unter Nutzung von natürlichen Schutzmechanismen. Das Projekt würde etwa 2000 Euro kosten und von März (Aussaat) bis September (Ernte) laufen – und mit einem „Erntefest“ abschließen.

Am kommenden Sonnabend, 23.02.2019, wird es ein zweites moderiertes Treffen geben, an dem bestehende Gruppen weiter an ihren Plänen arbeiten können, sich aber auch neue Teams für weitere Projekte bilden können. Diese zweite Projektwerkstatt findet von 13 bis 16.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Bolzum statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung per E-Mail an kontakt [at] dorfladen-bolzum [dot] de erleichtert die Vorbereitungen für das GutKlima-Team.

Anna Jührs (li.) stellt ihre Projekt-Idee „Klimaschutz im Kindergarten“ vor – Foto: Anne Kessel

Der nächste große Meilenstein ist die Bürgerversammlung am 3. Mai. Dann werden die Arbeitsgruppen ihre Projektideen allen Bürgerinnen und Bürgern vorstellen und erläutern, inwieweit diese geeignet sind, das Klima zu schützen und umgesetzt werden können.

Bis dahin arbeiten die Gruppen selbstständig. „Wir bieten allerdings ab März eine regelmäßige Sprechstunde immer Freitagnachmittag im Dorfladen in Bolzum an. Wer Unterstützung benötigt oder sich neu einbringen möchte, kann an diesen Tagen einen Termin vereinbaren“, erklärt die Projektleiterin Frauke Lehrke. „Im Oktober soll dann der Aktionsplan und die Finanzierung durchgeplant sein.“

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