Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover: zum Muttertag die Pflegerebellion

Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover: zum Muttertag die Pflegerebellion

Anlässlich des Muttertages am 8. Mai 2022 und eine Woche vor dem internationalen Tag der Pflege am 12. Mai macht Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, auf die unzumutbare Situation für Frauen in der Pflege aufmerksam.

Denn im Gesundheitssystem mangelt es an Vielem, etwa an Fachkräften, guten Arbeitsbedingungen oder Zeit für die Patienten. Im Pflegesektor fehlten 112.000 Pflegekräfte im Jahr 2020. Bis 2035 werden es laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln 307.000 Pflegekräfte in der stationären Versorgung sein. Mundt stellt fest: „Die Grenze der Belastung ist schon längst überschritten. Viele Pflegekräfte, vorwiegend Frauen, arbeiten am Limit und unter unhaltbaren Bedingungen; und das alles bei vergleichsweise niedrigem Lohn.“

Doch Pflegekräfte sind systemrelevant – was nicht zuletzt die Corona-Pandemie deutlich gezeigt hat. Mundt weist deshalb darauf hin: „Alle von uns können irgendwann einmal auf Pflege angewiesen sein. Wer die aktuellen Rahmenbedingungen kennt, weiß, dass wir dringend einen Systemwechsel benötigen. Das System ist krank; das muss sich ändern! Wenn, dann jetzt!“

Ein Videoclip bringt das Thema auf den Punkt. Der Clip wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) bereitgestellt. Die BAG ist ein professionelles Netzwerk der institutionalisierten Frauenbewegung, in der auch Mundt Mitglied ist. Die BAG mischt sich als offenes Bündnis von Frauen in politische Entscheidungsprozesse in Deutschland ein und beschäftigt sich dementsprechend auch auf politischer Ebene mit dem Systemwechsel in der Pflege. Zu sehen ist der Clip in der Vorschau aller Filme in vielen Kinos in Hannover und im Umland im Zeitraum vom 05.05.22 bis 11.05.22.

Außerdem wird im Fahrgastfernsehen eine Woche lang auf die Situation von Frauen in der Pflege hingewiesen. Veröffentlicht wird der Videoclip auch auf der Webseite der Gleichstellungsbeauftragten der Region Hannover sowie auf den Accounts der Region Hannover in den sozialen Medien auf Instagram, Twitter und Facebook.

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