Gesprächsangebot für Menschen in Sehnde und Umgebung: Corona-Ohren.de

4. April 2020 @

In Zeiten der Corona-Krise und des unbedingt notwendigen Abstandhaltens ist es oft ein großer Wunsch oder ein tiefes Bedürfnis, einfach mit jemandem zu sprechen. Das kann sich von der Einsamkeit in der eigenen Wohnung bis zu Existenzängsten um die Lebensgrundlage erstrecken. Auch wenn Menschen über eine gewisse Zeit auf engem Raum miteinander leben müssen, ohne die Möglichkeit zu haben, sich zurückzuziehen, kommen häufig Konflikte zu Tage. So entstehen Situationen, die schwer auszuhalten sind. Dann hilft sehr oft ein Gespräch mit neutralen oder unbeteiligten Personen.

Neues Gesprächsangebot in Corona-Zeiten für Sehnde – Foto: JPH

Gesprächstelefon gegründet

Gemeinsam mit Alex Ketzler haben Janine Joraschek und Frederike Rosengarten die Sehnder Gesprächsinitiative „corona-ohren.de“ gegründet. Damit wollen sie den Betroffenen helfen, über alles zu reden. Die Initiative ergänzt und komplettiert die vielen Hilfsangebote, die Sehnder bereits auf vielen Ebenen anbieten. Diese sind jedoch meist auf Unterstützungsleistungen ausgerichtet, während dieses Angebot auf die Psyche und die innere Gelassenheit abzielen.

Rund um die Uhr erreichbar

Das Angebot ist kostenlos. Es entstehen keine Telefonkosten, da die corona-ohren nach einer Terminabsprache über die Internetseite zurückrufen zum gewünschten Termin. Zur Anmeldung genügt auch „ein“ Vorname und die Telefonnummer, das Gespräch selbst ist persönlich und bleibt anonym. Die Terminbuchung ist 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche geöffnet. Es kann allerdings passieren, das ein Wunschtermin nicht verfügbar ist, dann wird es einen anderen geben.

Das Angebot gilt für Sehnde und Umgebung. „Hier kennen wir uns am besten aus und können Tipps und Informationen geben“, so Ketzler. „Aber natürlich ist ‚Umgebung‘ ein weit gefasster Begriff. Je nach Anzahl der Menschen, die uns als Gesprächspartner unterstützen, werden wir das Angebot zukünftig auch ausweiten.“ Aktuell gibt es das Angebot nur auf Deutsch, aber es gibt Überlegungen, auch weitere Sprachen aufzunehmen.

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